lang aufwärts bis dinfonbah und von dort bis racihmiesbah, und von da an auf die öffentliche Straße, und aufwärts von der Straße bis has-sigeresrod, und von dort bis selibah, und von dort herab bis Breit­bach; und aufwärts von Breitbach bis zum weißen Stein: und von dort bis gracenbah, und von gracenbah bis poienbah und von dort bis Biever; und aufwärts von Biever bis pal. Dies alles geschah zur Zeit des Königs Ludwig, in Gegenwart von untenstehenden Zeugen. Zur selben Zeit war Ruodger Gaugraf vom Frankenreich. Dies sind die Namen der Zeugen:

Buovo Reginbolt

Hadelbraht Hadnh

Gumram Megmpih

Vuenila Dagemar

Hardman Adelbart

Hardmuot Jsr

Nending Sta-efrid

Ceifo Cenno Wenn jemand durch Raub dem hl. Castor etwas von dieser vor­erwähnten Zehntenbestimmung wegnimmt, so sei er unheilbar im Banne in diesem und in dem anderen Leben und er werde von den bösen Geistern geplagt! Also geschehe es! - (Die Urkunde ist nach einer Photographie mit Erlaubnis des Kgl. Staatsarchivs abgedruckt). Die Erklärung dieser Grenzbeschreibung macht einige Schwierig­keit, da sich die meisten darin vorkommenden Namen nicht mehr sicher deuten lassen. Es ist jedoch anzunehmen, daß dieser Zehnt­bezirk dem später nach dem Castorstift zermtbaren Gebiet um Rengs- dorf entsprochen habe. Am l l >. Juni 1321 wurden an die Kanoniker von St. Castor die Zehntgefälle des Stifts in Pacht gegeben: dabei werden folgende Orte genannt: Rengistorp, Hunnisvelt, Gerode, Adin- hane, Harterode, Boninvelt und Aynhusin, jetzt Rengsdorf, Honnefeld (Ober- und Nieder), Gierend, Ober- und Niederraden, Hardert, Bonefeld und Anhausen (St. A. Coblenz, Urkunden von St. Castor in Koblenz). Diese Ortschaften gehören zu den Kirchspielen Rengsdorf, Ober-Honne- feld und Anhausen, die auch in gerichtlicher Beziehung in engerem Zusammenhang standen. Von dem Kirchspiel Raubach, wo das Castor­stift ebenfalls Zehnten hatte, muß hiet abgesehen werden, da es zu weit abliegt, und andere Zehntberechtigungen sich dazwischen schieben, so daß der Zusammenhang mit dem Zehntbezirk um Rengsdorf unter­brochen ist. Es ist anzunehmen, daß die Grenze von 850 die drei Kirchspiele Rengsdorf, Honnefeld und Anhausen umfaßt habe.

Unter dieser Voraussetzung würde die Grenze am .Pfahlgraben nördlich von Oberbieber einsetzen, wo das von Rengsdorf herab­kommende Odental, an welchem in der Gemarkung Meisbach der Rengsberg" liegt, sich mit dem Tale des Aubaches vereinigt. Das Odental hält auch Herr Seminarlehrer Born in Rheydt, der diese Gegend genau kennt und sich mit der Feststellung der dortigen Dialekt-

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