denn auch der Kurort Rengsdorf und Umgebung hoch über vielen anderen Kurorten. Dazu trägt bei der herrliche Wald, dessen heilige Stille uns die Nähe Qottes kündigt,, religiöse Gefühle weckt und so: viel Böses verhütet.
Ich will meine historischen Abhandlungen schließen mit den zeitgemäßen und an unsern Weltkrieg erinnernden Worten des schlesischen Dichters Gustav von Haugwitz im: „Boberschwan" i
„Und als ersehnt der Abend kam,
Herab zur müden Welt sich neigend,.
Als Trost iür allen Erdengram
Des Mondes milden Schimmer zeigend;
Der sah von seinem Wolkenthron
Rings aus der Waldung leise treten —
Die Geister der Vergangenheit,
Die iürs bedrängte Deutschland beten.
Ganz märchenhaft ein Kampfgebraus
Hört man der Schwerter wucht'ge Streiche;
Es klingen Stimmen hell heraus:
„O Deutschland, Deutschland nimmer weiche!"
Dann wogte sel'ger Jubelton
Hernieder aus dem Reich der Sphären: —
„Es muß sich einst an Gottes Thron
Die deutsche Treu in Lust verklären!"
Nun tönt's vorn Wald wie Geisterlaut,
Mein Auge jetzt den Kaiser schaut:
„Nimmer zog ich mein Schwert aus Ruhmsucht oder aus Blutgier,
Sondern zur Abwehr nur von übermütigen Feinden,
Heiden und Christen auch; bald wohnt der Friede,
Friede für lange Zeit, in allen deutschen Gauen!"
„Ich harre, bis in allen Schmieden zu Sicheln sind geweiht Die Schwerter, die gemieden die Ruhmsucht und den Neid; Bis daß das Erz, das dröhnend gebot im Schlachtensturm, Ermahnend und versöhnend ruft von dem Glockenturm; Bis zwischen Weizenbeeten das Streitroß zieht den Rain, Bis sich die Schlachttrompeten verwandeln in Schalmei'n; Bis daß aus sel'gen Welten der Friedensengel eilt Und unter Blumenzelten bei uns als Bruder weilt."
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