Vorwort. VII

nem pietätvollen Gedächtnis füge ich seiner Arbeit auszugsweise einige, auch geschichtlich interessante Nachrufe bei, die ihm anläßlich seines Todes am 2. Januar 1927 gewidmet worden sind (unten S. 491 f.).

Zur gerechten Beurteilung der jetzt vorliegenden Arbeiten muß man im Auge behalten, daß es die ersten Versuche von Dekanatspfarr­geschichten unseres Unternehmens sind, an denen nun andere durch vergleichendes Studium lernen können, wie es am besten gemacht werden kann. So wollen auch meine Bemerkungen dazu weniger Kritik sein, als vielmehr Anregungen, die bei den weiteren Bearbeitungen der Beachtung empfohlen seien; das gilt auch für meine Ausführungen unten S. 494 f.

Daß der vor sieben Jahren schon fast fertig gedruckte zweite Band erst jetzt erscheint, bedauere ich selbst am meisten. Abgesehen von den anderswo liegenden Hauptgründen ist die Verzögerung wesentlich durch zwei Umstände verursacht worden, einmal durch die schon berührte Unfertigkeit des ersten Teiles und dann duich das Fehlen der Indices. Ich glaubte, das an der Geschichte der Pfarreien des Stadt­dekanates Trier Fehlende durch größere Nachträge ergänzen zu sollen; nach und nach aber wurde mir klar, daß dazu weit mehr Vorarbeiten nötig seien, als ich so nebenher schaffen konnte. Darum mußte dieser Gedanke einstweilen aufgegeben werden. Es wurden also nur die not­wendigsten Nachträge beigefügt. Indices wurden zur Beschleunigung der Herausgabe im Laufe des Jahres 1925 von Pfarrer Thielen für den ersten und zweiten und von Definitor Volk für den dritten Teil ange­fertigt, für jeden Teil gesondert, weil zeitweilig an Einzelausgabe der Teile gedacht wurde. Die von verschiedener Hand gefertigten Indices waren aber nach Inhalt und Form sehr ungleichmäßig ausgefallen. Es fehlten auch hier noch Erfahrungen und einheitliche Regeln. Erst nach­dem der Textdruck des dritten Bandes beendet war, wurden in gemein­samer Arbeit mit Studienrat Oster Grundsätze und Regeln dafür gesucht und aufgestellt. Dann wurde das von Thielen und Volk zusam­mengestellte und viel neu ausgezogenes Material von mir zu einheit­lichen Orts-, Personen- und Sachverzeichnissen für den ganzen Band verarbeitet. Inzwischen erwiesen sich weitere Nachträge und Berichti­gungen zu allen drei Teilen als notwendig. Sie geben die durch die neue Dekanatseinteilung der Diözese Trier vom 1. Februar 1924 ein­getretenen Veränderungen bei den behandelten Pfarreien an, skizzieren kurz die da und dort erfolgte Weiterentwicklung von Pfarreien oder Vikarien (bis Herbst 1931) und bringen darüber hinaus gelegentliche, beachtenswert erschienene Funde oder Nachrichten.

Die benutzten Quellen und Schriften sind zum Notbehelf, nicht zum Vorbild zusammengestellt unter den Abkürzungen, Quellen- und Literaturangaben oder im Personenverzeichnis unter den kursiv gedruckten Verfassernamen.

Trier, am Feste der Apostelfürsten Petrus und Paulus 1932.

M. Schuler.