24

bis ihn Hotelbesitzer Pauly in Cochem ankaufte, und die Bibliothek? Mehrere nicht unbedeutende Werke sind wohl zurückgeblieben . andere sollen durch Ankauf an Professoren des Coblenzer Gymna­siums gekommen sein. doch wer giebt Aufschluss über das Schicksal des weitaus grössten Teiles der wertvollen Bibliothek? Glücklicherweise sind noch einige recht wertvolle Messgewänder der Kirche

durch Bemühung der Familie Welches er­halten geblieben. darunter ein purpurfarbenes mit einem kunstvoll gewebten Christus am Kreuz, ein silbernes mit dem Wappen derer von Bräunshorn und eingoldenes," das von einem Mantel herrühren soll, das ein Graf von Metternich bei einer Kaiser­krönung getragen und dann der Beilsteiner Kirche zu einem Messgewand geschenkt haben soll. Auf­gefrischt in der kirchl. Kunstanstalt Kieffer und Perrot in Trier bilden diese drei Messgewänder einen herrlichen Schatz unserer Kirche.

1808 vei Hessen die letzten Karmeliterpatres das Kloster, unter ihnen der fromme Pater Oueng, ein Verwandter und Beichtvater der Familie Welches in Beilstein. Pater Kuckerts, der auch Prokurator war, ein fein gebildeter Mann, den das Schicksal als Pastor nach Trechtlingshausen verschlug. Pater Ulrich, der als Frühmesser nach Strimmig ging und Pater Hubertus aus Neef, der in seine Heimat zurück­kehrte und auch dort starb.

Kurz vor dem Scheiden der letzten Patres, denen Weltgeistliche in der Pastoration gefolgt sind, als

erster Pastor Pellenz. halte die Uebersiedelung aus der alten Pfarrkirche in die Klosterkirche statt­gefunden, zu der eine Treppe von 108 Stiegen empor­führt, ebenfalls ein Werk der Patres, die für die Benutzung dieser Treppe eine jährliche kleine Steuer zum Vorteile des Klosters von den Beilsteiifern er­hoben hatten. Die im Jahre IS94 verstorbene Gross-