Haushaltungsschule mit Schulgarten gegründet; den Schulgarten stell Herr Pfarrer Knappmann in hochherziger Weise, indem er einen Teil seines Pfarrgartens zur Verfügung stellt. Die Haushaltungsschule ist nur eine kirchliche Einrichtung. Auch die sog. Flickschule fällt .mit ihrer Gründung ins Jahr 1916. Im Jahre 1917 wurde eine Bücherei eingerichtet.

Seit Jahren pflegt Herr Pfarrer Knappmann in nachahmungswerter Weise auch die Friedhofskunst, von deren schönen Erfolgen der Ver­fasser dieses Werkes sich mit Genugtuung überzeugen konnte.

Weil das große, nachahmungswerte soziale Wirken des sym­pathischen Herrn Pfarrers Knappmann am besten in einem Bericht in Nachrichten aus der rheinischen Wohlfahrts- und Heimatspflege, Nr. 3, 6. Jahrg." ersichtlich wird, lasse ich diesen Bericht hier folgen.

Aus der Tätigkeit des Zweigvereins ßengsdopf der Rheinischen Frauenhilfe.

Die rhein. Frauenhilfe in Rengsdorf, an deren Spitze das Mitglied unserer Provinzial-Abteilung, Herr Pfarrer Knappmann, steht, arbeitet nach uns zugegangenen Mitteilungen auf dem Gebiete der Wohlfahrts­pflege ausgezeichnet. Auf unsere besondere Bitte hin stellt uns Herr Pfarrer Knappmann folgenden Bericht zur Verfügung:

DieFrauenhilfe", deren Mitglieder sich auf 4 Dörfer verteilen, wurde vor 9 Jahren gegründet. Die Gemeinde, welche zum weitaus gröl.iten Teile aus Kleinbauern und Fabrikarbeitern besteht, zählt 2200 Seelen. Die Zahl der Vereinsmitglieder beträgt 395. An Mit­gliederbeiträgen wurden etwa 1000 M. bezahlt. Während der Winter­monate fanden regelmäßig alle 14 Tage auf jedem Dorfe Versamm­lungen statt, wobei auf den Außendörfern der Vorsitzende in der Leitung von der Gemeindeschwester unterstützt wurde. Zeitgemäße Vorträge, Vorlesungen, gemeinsame Gesänge usw. wechselten mit­einander ab. Zum Schlüsse fand jedesmal eine Schriftbetrachtung mit Gebet statt. Sämtliche Versammlungen waren gut besucht. So nahmen im Kirchdorf regelmäßig 80 Frauen und Mädchen daran teil, trotzdem als Vereinslokal nur der Speiseraum einer alten Kettenschmiede zur Verfügung stand, in welchem bei der Enge des Raumes und der un­zureichenden Ventilation das Zimmer ist nur 8 Quadratmeter groß - die Luft am Schlüsse der Versammlungen so schlecht wurde, daß die Lampen, es sind dort noch Petroleumlampen fast den Dienst versagten. An den Versammlungen des Gesamtvereins nehmen gewöhnlich etwa 200 Mitglieder teil. Hat der Verein in Friedenszeiten vorwiegend für Anstalten der inneren und äußeren Mission sowie für Bedürfnisse der Gemeinde gearbeitet, so widmete er sich naturgemäß während des Krieges hauptsächlich der Anfertigung von Kleidungs­stücken für die Krieger. Der Wert der bisher gelieferten Kleidungs­stücke beträgt etwa 6000 M. Außerdem spendete er Naturalien im

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