Werte von etwa 1400 M., zahlreiche Bücher und in bar 801,30 M. als Erträge von Sammlungen unter den Mitgliedern. An die im Felde stehenden Gemeindeglieder, welche von der Kirchengemeinde regel­mäßig jede Woche das BlattDurch Kampf zum Sieg" erhalten, wurden, wie auch in den 2 Vorjahren, Weihnachtspakete gesandt. Die Krieger katholischen und jüdischen Bekenntnisses wurden ebenfalls mit einem derartigen Paket bedacht. Eine Kriegsarbeit besonderer Art übernahm die Ortsgruppe Ehlscheid. In einer Versammlung am 11. Mai erklärten sich die Mitglieder auf Anregung des Vorsitzenden bereit, je ein Stück eigenen Ackerlandes, zusammen etwa 8 Ar, mit Möhren­samen zu besähen, sowie 10 Ar Oedland urbar zu machen und dieses nebst einem anderen Stück gepachteten Landes von 15 Ar Größe mit Steckrüben zu bepflanzen. Die Urbarmachung des von zahlreichen tiefen Gräben durchzogenen Oedlandes, das später als Schulgarten dienen soll, gestaltete sich sehr schwierig, war aber mit Hilfe einiger Männer des Ortes sowie russischer Kriegsgefangener und älterer Schüler innerhalb einer Woche vollendet. Der Ertrag soll im öffent­lichen Interesse verwertet werden. Auf die 6. Kriegsanleihe, für welche jn den Versammlungen kräftig geworben wurde, zeichnete der Verein aus seinem Kassenbestande 800 M. An die Mitglieder wurden zahl­reiche Kriegschriften verteilt, z. B.Das Wintergemüse als Volks- nahrung",Kleine Beiträge zur Volksernährung",Neue Kriegsküche", Die Kleintierzucht",Reiche Kartoffelernte",Gartenbaukalender" usw., zusammen 1310 Hefte, welche dankbar angenommen wurden, da sie reiche Belehrung boten.

Für Arme und Wöchnerinnen sowie für eine Verlosung zum Besten des geplanten Gemeindehausbaues und für die Diakonissenanstalt in Kaiserswerth wurden zahlreiche Arbeiten angefertigt. Während des Winters wurden 4 Lehrgänge veranstaltet, nachdem bereits im Jahre vorher ein Kriegskochlehrgang mit 126 Teilnehmerinnen stattgefunden hatte. Mit einem Lehrgang für Hauswirtschaft wurde begonnen. Trotz der schwierigen Beschaffung von Lebensmitteln gelang es, ihn durch­zuführen. Um auch Mädchen aus unbemittelten Familien, die er­fahrungsgemäß aus Rücksicht auf die Kosten fernblieben, die Teilnahme zu ermöglichen, wurden die Kosten um die Hälfte herabgesetzt. In­folgedessen war die Beteiligung eine außergewöhnlich große. Die Mädchen hielten auch sämtlich durch, was umsomehr anzuerkennen ist, als sie dadurch 8 Wochen lang täglich von 8 bis 5 Uhr in Anspruch genommen waren, m Januar begannen 2 Parallelkurse für Säuglings­pflege, von denen einer als Unterricht für 13- und 14jährige Mädchen gedacht war, die zu Hause kleine Geschwister zu hüten haben, oder sich als Kindermädchen vermieten. Auf die theoretischen Unter­weisungen folgten unter Benutzung einer von der Firma M. Pech in Berlin bezogenen großen Badepuppe praktische Uebungen. Die Teil­nehmerinnen 39- waren mit großem Eifer bei der Sache. Daran schloß sich dann im Februar ein Lehrgang für Krankenpflege mit 66 18