Teilnehmerinnen. Ihren Abschluß fanden diese 3 Lehrgänge in einer Prüfung, welcher etwa 250 Frauen und Mädchen beiwohnten. Sie legte Zeugnis davon ab, daß seitens der Leiterinnen wie der Schüler­innen sehr fleißig gearbeitet worden war. Besonders groß war die Beteiligung an den nun folgenden Lehrgängen für Anfertigung von sogen. Kriegsschuhen. Nicht weniger als 110 Mitglieder fanden sich ein. Unter Leitung von 5 Helferinnen wurden aus alten Schulranzen, Futterstoffen, Filzhüten, Linoleum, Schirmen, Stroh u. a. sehr praktische und teilweise auch sehr schöne Hausschuhe angefertigt. Im Herbst soll auch ein Lehrgang in der Verwertung von alten Kleidungsstücken stattfinden. Das für die Leitung vorgesehene Mitglied hat die erforder­liche Vorbildung bereits in einem von der Provinzial-Abteilung Rhein­provinz des Deutschen Vereins für Wohlfahrtspflege in Bonn veran­stalteten Lehrgang erhalten. Dasselbe Mitglied leitete die Bestellung des Schulgartens, für welchen der Vorsitzende einen Teil des Pfarr­gartens zur Verfügung gestellt hat, durch den ältesten Jahrgang der Schüler und Schülerinnen. Der Ertrag kommt in der von der Kirchen­gemeinde im vorigen Jahre eingerichteten Haushaltungsschule zur Ver­wertung. Ein anderes Mitglied wird demnächst an einem von der vor­erwähnten Provinzialabteilung veranstalteten Lehrgang für Ausbildung von Helferinnen in der Kleinkinderpflege teilnehmen, um der von der Kirchengemeinde angestellten Gemeindeschwester bei der Leitung der Kleinkinderschule, welche für die arbeitsreichen Monate zu einem Kindergarten ausgestaltet werden soll, zur Seite zu stehen. Zwei Mit­glieder haben sich bereits für den nächsten Helferinnen-Kursus in Barmen gemeldet. Zwei andere erteilten den Unterricht in der Flickschule, wobei 11 Mitglieder abwechselnd vorlasen.

In der Krankenpflege wurde die Gemeindeschwester, zu deren Unterhaltung der Verein jährlich einen Beitrag von 400 M. gibt, von den 7 Helferinnen fleißig unterstützt. Mit welcher Freudigkeit letztere sich dieser Arbeit widmen, kam in der kürzlich im Pfarrhause ab­gehaltenen Helferinnen-Konferenz zum Ausdruck. Eine Reihe anderer Mitglieder half beim Pflegen von längerer Dauer, besonders aber bei Nachtwachen. Für gute Krankenkost sorgte eine Gruppe von 21 Mit­gliedern. Von der Kirchengemeinde wurde ein Krankenfahrstuhl zur Verfügung gestellt.

Daß unser Verein sich auch um die Unterbringung von Großstadt- kindern bemüht hat, ist wohl selbstverständlich. Es gelang, 154 Familien für die Aufnahme solcher Kinder willig zu machen. Noch eins möchte ich erwähnen: Die Kinder der 3 Außendörfer haben einen Weg von etwa 3 / 4 Sfd. zurückzulegen, wenn sie den kirchlichen Unterricht besuchen. Die meisten unter ihnen kommen im Winter bei ungünstiger Witterung mit nassen Füßen an, besonders, seitdem infolge des Krieges das Schuhwerk schlechter geworden ist. Damit sie nun wenigstens während des Unterrichts nicht darunter zu leiden haben, hat der Verein im vorigen Herbst Filzpantoffeln beschafft, welche die

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