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1697 wird gemeldet, daß das Schloß auf der Seite, wo der Frau Gräfin größte Stube oder der Saal ist, dem Einsturz droht. Ein Pfeiler (Pilar) mußte neu gemacht werden, wozu dann auch Befehl erteilt wurde. Im Jahre 1735 ergeht die Anfrage, ob der kleine Bau, so bei der Kirche gemacht, an dem herrschaftlichen Schloß Braunsberg, welchem das Dach ganz abgefallen war, wieder aufzubauen sei?
Der Bescheid ist unbekannt. Es scheint aber, daß seit dieser Zeit das Schloß überhaupt nicht mehr bewohnt worden ist, und daß es nach und nach gänzlich zerfallen ist.
Wie lange das Schloß als Wohnung für die Jäger diente, läßt sich nicht ermitteln. Es scheint auch nach und nach in sich zerfallen zu sein.
Dagegen hat das Haus Braunsberg als Wohnung des Kellereibeamten, später des Gutspächters nebst Scheune und Stall noch längere Zeit in gutem Zustande bestanden.
Bei der Verpachtung im Jahre 1770 wurde ausdrücklich ausbedungen, daß der gnädigsten Herrschaft jederzeit 2 oder 3 Zimmer sauber und für hochdero Pferde räumliche Stallung bereit gehalten werde.
Da die Bewirtschaftung des Hofes Braunsberg als geschlossenes Gut schon 1844 aufgehört und die Gebäude nur noch zur Wohnung und die kleine Oekonomie des dort stationierten Forstbeamten diente, so wurde 1856 das ganz baufällig gewordene Haus (zuletzt Jägerhaus genannt) abgelegt und in der massiven großen Scheune, der neue Teil neben der Tanne, zur Wohnung und Stallung für den Waldwärter hergerichtet. 1843 war eine Scheune mit Ochsenstall, Schafstall, Schweinestall und Jägerhaus auf den Abbruch versteigert worden.
So ist denn von allen Gebäuden des Schlosses und Hauses Braunsberg zur Zeit nur noch ein einziges in bewohnbarem Zustand und in Benutzung. (Reg. W. u. Reck.)
Burg Braunsberg. Himmelhohe Buchen wiegen Goldnes Laub,
Mückenschwärme leicht umfliegen Schutt und Staub
Und das schweigende Gemäuer Schaut zu Tal, Auf der Eisenhüttenfeuer Rauch und Qual.
Spricht: Wenn Frieden erst erreichet Das Gedröh'n,
Ein Geheimnis euch umschleichet, Dann wird's schön.
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