wandte sich zugleich an die kath. Kurgäste von Kurtscheid und Rengs- dorf, und Gott segnete seinen riesigen Sammelfleiß. Am 19. März 1918 hielt ich dann ein ministriertes Hochamt unter Mithülfe des Herrn Schaefer und des Herrn Pfarrers Lux in Waldbreitbach, der während seiner Pfarrtätigkeit in Waldbreitbach sich stets als wohlwollenden und mithelfenden Amtsbruder für Kurtscheid erwiesen hatte. Nach dem Hochamt wurde dann nach Ansprache der Pfarrer Lux und Schaefer, des Herrn Pfarrvikars Klein aus Vierscheid und meines Freundes Ern aus Wald in der großen Gemeindeversammlung be­schlossen, eine Vergrößerung und zugleich stilgerechtere Vergrößerung der jetzigen Kirche vorzunehmen, wozu die Kurtscheider sich durch den Mund ihres jetzigen klugen und wackeren Ortsvorstehers Wilhelm Wagner bereit erklärten, nochmals große Opfer zu bringen.

So warten denn die Kurtscheider unter der zielbewußten, klugen und energischen Leitung ihres allverehrten Seelsorgers Joseph Schaefer, der mit dem Kirchenbau von Kurtscheid (nebst dem von Rengsdorf) ja eine Riesenlast übernommen hat, die Segnungen des Friedens ab, um Gott ein größeres, stilgerechteres und darum würdigeres Gotteshaus zu bauen.

Das alte angestammte Fürstenhaus zu Neuwied, das schon früher öfters im stillen manche finanzielle Unterstützung der Kirche in Kurt- scheid zukommen ließ, half auch jetzt in hochherziger, fürstlicher "Weise: Der regierende Fürst Friedrich zuWied |spendete, auf Vortrag des Herrn Schaefer hin, für den Kirchenbau eine hohe Summe, wofür ihm und dem ganzen hochfürstlichen Hause die Kurtscheider dankbar bleiben werden im Gebete.

Allein da alle bisher gegebenen finanziellen Unterstützungen großer Wohltäter und vieler katholischen Kurgäste zu Rengsdorf und die riesigen Geldopfer, denen sich freiwillig die Kurtscheider (mit nur 68 Haushaltungen) unterzogen haben und noch unterziehen werden, noch immer ca. 30000 Mark aufzubringen sind, ehe der absolut notwendige Baufonds vorhanden ist, so wendet sich der Schreiber dieser Zeilen als früherer Kurtscheider Seelsorger, für den die neue Kirche ja gleichsam ein Ehrengrabmal werden soll, an alle Kurgäste, ohne Unterschied der Kon- lession, in Rengsdorf, Bonefeld, Ehlscheid und Kurtscheid mit der großen und herzlichen Bitte:Da Ihr Euch so gut erholen könnt in der gesunden und kräftigenden Waldluft dieser Gegend, so dankt es dem Manne, der Rengsdorf, Straßenhaus, Bonefeld, Ehlscheid und Kurtscheid als Kurorte ins Leben rief, dadurch, daß Ihr einem braven Dorfe, dessen Ehrenschild stets blank und makellos blieb, eine gottes­würdige Kirche bauen helfet! Mit Eurem Scherflein, das Ihr meinem Nachfolger oder auch an meine Adresse zu Cöln, Pfälzerstr. 66, sendet, helft Ihr dann mit, Gott eine würdige Wohnstätte zu erbauen. Mir -aber errichtet Ihr zugleich damit das mir allerliebste Denkmal Eures

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