Zürnt nicht dem Hagestolz,,'» Dichter, Wenn Ihr im Kränzchen Unheil sprecht; Ziert Unbefangenheit den Nichter, So lispelt: ««Ja, der Schalk hat Recht.

«« Er gab im Scherze des Gedichtes, « »Der Wahrheit den verdienten Lohn; « «Wer konnte, grämliches Gesichtes, ««Ihm nun mit böser Miene droh'u?»»

Weiß Gott! mit welchem Hochcntzücken Er oft im Kreise um sich schaut, Sicht er mit Freudesecl'gen Blicken, Wie schön der Himmcl Euch gebaut.

Wenn Flora mit den Blumcuhänden Rings unsre schöne Flur beglückt, Hat Liebreiz mit den reichsten Spenden Vor vielen Andern Euch geschmückt.

Vom Himmel glänzen Sterne nieder, Zum Himmel schickt sie unsre Stadt; Hebst Du den Blick und senkst ihn wieder, Du wirst des süßen Schau'us nicht satt.

So leuchtet denn im reinsten Glänze Der Mädchcuzierde: Häuslichkeil! Damit, wenn sich im Horentauze Des Jahres, dieser Tag erneu't:

Uns wonnetrunkne Blicke sagen: « «Erreicht ist, was mich still gedrückt, « «Den Myrthenkranz Hab' ich getragen « «Und bin als Hausfrau hochbeglückt.» »

Lebt glücklich! froh, wie holde Kinder Der reinsten Lust und Heiterkeit! Der Gute wünscht es; doch nicht minder Der Euch dieß zur Erinnrung weiht.

Kreuznach, Carl Kehr.

im Larncral 1827