Visitationsprotokoll des Bischofs Mannay 1805. 89
gessen worden wai", wurde 1829 der Pfarrei Irsch einverleibt. Als Pfarrhaus erhielt die Pfarrei das alte Propsteihaus von St. Martin. Dasselbe war aber größer als notwendig, und deshalb pachtete die Gemeinde 1819 einen Teil desselben als Schulhaus für 18 Mark jährliche Pacht. Als Zusatzgehalt verpflichteten sich die Gemeinden der Pfarrei 1806, dem Pfarrer jährlich j.u liefern: 10 Mltr. Korn, 10 Hafer, 6 Heidekorn, 1 Erbsen, 1434 Kartoffeln, 32 Ztr. Stroh, wozu noch von Tarforst kamen 100 Frs. und 34 Hotten Kartoffeln. Im Jahre 1849 wurde die Lieferung erhöht auf : 14 Mltr. Korn, 14 Hafer, 6 Faß Erbsen, VA Mltr. Buchweizen, 20 Kartoffeln, 14 Zentner Heu, 40 Stroh und einen Teil Holz, im ganzen taxiert auf 1386 Mark. Der Kapitalstock betrug 1814 für Irsch 794 Reichstaler, für Filsch 890, für Tarforst 165, für Kernscheid 563, dagegen 1816 für Irsch 795, für Filsch 880, für Tarforst 115. Der gesamte Kapitalstock der Fabriken von Pfarrkirche und Filialen wird 1860 angegeben auf 10 500 Mark, 1871 auf 2776, 1884 auf 90l 1888 auf 1096 Mark. Die Kompetenz des Pfarrers wird berechnet 1860 auf 1521 Mark, 1871 auf 1907, 1884 auf 2100, 1888 auf 2073 Mark.
In der Kirche wurde 1861 ein Mannhaus angebracht, 1878 ein Kreuzweg und 1885 eine neue Glocke beschafft. Im Jahre 1861 wurde die alte Orgel von St. Antonius bezogen und im folgenden Jahre repariert. Für Kernscheid wurde 1862 eine neue Kapelle gebaut, 1850 der Kirchhof vergrößert. Der Kirchhof von Tarforst wurde dreimal, 1853, 1857 und 1885, vergrößert. Für die Kapelle in Filsch wurden 1853 zwei neue Glocken angeschafft und dieselbe 1858 dekoriert, in derselben 1889 ein Kreuzweg errichtet. Eine Mission wurde 1892 in der Pfarrei gehalten und 1894 erneuert.
Bischof Mannay visitierte 1805 die Pfarrei, das Protokoll sagt 1 ): Bei der Firmung herrschte erbauliche Andacht und Ordnung, in der Katechese wurden die Fragen im allgemeinen sehr gut beantwortet. Pfarrer ist seit 1780 Johann Peter Krämer. Irsch mit Kernscheid, Hockweiler, Filsch, Tarforst und Irscher Mühle hat 560 Einwohner, 430 Kommunikanten. Das Pfarrhaus, bis dahin die abteiliche Propstei, ist groß und geräumig mit vielen Stallungen, Scheune, großem Hofbering und Garten. Seit mehreren Jahren wurde es vom Pfarrer instand gehalten, bedarf aber noch großer Reparationen, welche der Pfarrer selbst vornehmen lassen will, wenn die Pfarrangehörigen ihm zu dem Zwecke jährlich 10 Reichstaler zahlen. Für seinen Unterhalt hat er •m letzten Jahre erhalten Naturalien von Irsch im Werte von 26, Hock- weiler und Filsch je 22, Kernscheid 32 Reichstaler, Tarforst 12,50 Frs. ßie Anniversarien bringen jährlich 20 Reichstaler.
Die Fabrik von Irsch hat an Kapital 700 Reichstaler, Wiesen und Land, deren jährlicher Ertrag sich auf 65 Frs. beläuft. Von den Filialen haben Tarforst 145 Reichstaler, Wiesen mit dem jährlichen Ertrag von 30/2 Frs., Filsch 700 Reichstaler und Wiesen mit einem Jahresertrag v °n 15 Reichstalern, Kernscheid eine Wiese mit einem Franken Jahrestag unc j Stiftungen von jährlich 18 Reichstalern. Die Filiale Tar-
l l TA. 26'7, 215.
