'Untergegang. Pfarrei Ollmuth-Franzenheim, Schule, Reihenf. d. Pfarrer. 263

gotteshausz an st. Irminam in Trier alsz hoch-vogt- Vndt grundgerichtsz irawen diesesz ortsz." Die Schützen gabenausz ihren flinten drey- mahlige Salve". 1 )

Der Grundbesitz des St. Irminenstiftes in Ollmuth wird 1725 an­gegeben auf 94 Mrg. Acker-, 31 Mrg. Wiesen-, 200 Mrg. Wildland.-') Das St. Simeonstift zu Trier war 1539 begütert zu Franzenheim mit ca. 121 Mrg. Acker-, 1 Mrg. Wiesen-, 25 Mrg. Waldland, und bezog aus Franzenheim ein jährliches Korngefälle von 8 Mltrn. 3 ); zu Ollmuth war es begütert mit nur \% Mrg. Acker-, 5 Mrg. Wiesen- und 6% Mrg. Wildland. 4 ) Der Kurfürst zu Trier verfügte um 1750 zu Ollmuth über ca. 110 Mrg. Acker-, 200 Mrg. Wild- und ca. 45 Mrg. Wiesenland. 5 ) Aber keines dieser oder anderer kirchlicher Institute - hatte Anteil an der Kollationsherrlichkeit über die Pfarrei.

Eine Schule scheint 1747 noch in keinem der beiden Orte vor­handen gewesen zu sein, aber 1780 findet sich ein neues Schulhaus zu Franzenheim vor. Der Schulbetrieb ließ 1805 zu wünschen übrig. Der Lehrer wendet ein, daß die religiöse Unwissenheit der Kinder daher komme, daß der Pfarrer versetzt worden und der Religionsunterricht vordem durch die französische Regierung verboten gewesen sei. 6 ) In­des mag aber die Schuld an der Unwissenheit der Kinder daher ge­kommen sein, daß er selbst mit seinem Amte als Verwalter der fran­zösischen Präfektur sich zu viel zu schaffen machte.

Reihenfolge der Pfarrer.

Heinrich von Bastogne (Städtchen im heutigen belgisch-luxem­burgischen Gebiet) 1569 7 ); Philipp von Wellen 1590/93 8 ); Mangerich Roidt 1648"); Nik. Ferres 1742/47'?); Joh. Matth. Raab 1766; dieser wirkte danach während 36 Jahren als Pfarrer an der Pfarrei zum hl. Paulus in Trier und als gleichzeitiger Assessor an der philosophi­schen Fakultät der Universität zu Trier, wonach er dann ein Kanonikat erhielt am Dom; Matth. Meckel 1768/94; dieser floh 1794 über den Rhein und starb in seiner freiwilligen Verbannung eines plötzlichen Todes; Jak. Thives 1796/98; er schreibt von sich, daß er der erste in der Reihe seiner Vorgänger war, welcher Investitur und Besitz der Pfarrei kanonisch (durch den Dechant) antrat. Schon 1773 war durch den Erzbischof dekretiert worden, daß die Investitur einer Pfarrei, deren Kollation dem Erzbischofe allein zustand, nicht mehr durch den Archidiakon geschehen sollte; bei neu errichteten Pfarreien sollte dieser ebenfalls als Investitor ausgeschaltet werden. 11 ) Joh. Matth. Thomm 1798/99; dieser war von der Äbtissin von Irminen benannt, hatte aber nach einjähriger Pfarramtstätigkeit, seine schwache Gesundheit vor-

1 ) KSA. Akten St. Irminen zu Trier Nr. 60.

2 ) Ebd. Kellnerei Saarburg Nr. 200. ?) Ebd. Akten St. Matthias Nr. 94. ') Ebd. Kellnerei Saarburg Nr. 200. & ) Ebd. Kellnerei Qrimburg Nr. 7. ") TAH. 26/27, S. 211. 7 ) KAA. 1857, S. 72. 8 ) KSA.

°) Ebd. Stift St. Simeon Nr. 289. fy Ebd. Akten Franzenheim Nr. 20a. ") TK. Nr. 58.