Untergegangene Pfarrei Gusterath, Schule, Reihenfolge der Pfarrer. 275

sowie auch Pfarrwittumsgüter. Demnach besaß die Pfarrei auch Wittumsgüter.

Ein Schulhaus war bis 1769 nicht vorhanden. Denn die Kinder werden nur im Winter, und zwar durch einen von auswärts gedungenen Lehrer, unterrichtet, oder sie werden in auswärtige Schulen geschickt.

Güter und Einkünfte innerhalb der Pfarrei besaßen außer den Zehntherren auch das Katharinen k 1 o s t e r , nämlich einenwiedem- hof", zu welchem sieben Felder, drei Wiesen und ein Weinberg gehörten, worunter ein Feld von sechs Morgen und eine Wiese von fünf Morgen. Das Kloster gab den Hof in Erbpacht gegen einen jährlichen Pachtzins von etlichen Maltern Korn, Hafer, sowie von Trauben und von barem Geld, oder auch ein andermal gegen ein Drittel des Gesamtertrages der Ländereien. So berichten die Urkunden von 1368, 1384, 1469. Aus Filsch bezog das, St. Paulinstift einen jährlichen Zehnt von drei Maltern Korn. 1 ) Vom weltlichen Adel sind es die Ritter von Brandenburg (bei Diekirch in Luxemburg), welche ihre Einkünfte aus dem Pfarrbezirk, nämlich einen Zehnten im Betrage von zehn Maltern Frucht, erheben und ihn 1371 nach Trier an einen gewissen Peter Hombeyvon der langen Naasz" verkaufen.

Reihenfolge der Pfarrer zu Gusterath.

Johann Konyk bis 1502; Hermann von Ellenz 1502 "); Hermann von Aldegund 1569; Nikolaus Wiltius 1584/90; Adamus Wehlen 1593 3 ); diese vier residieren beständig zu Gusterath. Nunmehr folgt ein Zwischenraum von c. 90 Jahren, innerhalb dessen die Pfarrer unbekannt sind. Es folgen dann jetzt dieAusläufer" aus dem Predigerorden in Trier: P. Heinrich Kreutz 1679; P. Leonard Keippenberg 1682; P. Gundi- salvus Mortiers 1682; P. Martin Fulsgen 1683/97; Paul Lauchten (scheint Weltpriester gewesen zu sein) 1697; P. Dominikus Guckeisen 1699; P. Paul Quickeiberg 1714; P. Hyazinth Northoff 1715; P. Konrad Mannebach 1716; P. Raymund Eisenburg 1727; P. Anton Kremer 1727; P. Hubert Moseler 1734; P. Vinzenz Fritsch 1735. Die nun folgenden sind Kuraten auch aus dem Ordensstande, mit dem Dienste aber zu Pluwig, da sie unterzeichnen:Pfarrer in Pluwig." Es sind: P. Nikolaus Peter Böhm; P. Hyazinth Schaar 1744; Robert Otto 1748; Johann Weideribach 1749 (scheint wieder ein Weltpriester gewesen zu sein); Leopold Pitschen 1749 (desgl. Weltpriester); P. Hyazinth Schaar 1754, mit Unterbrechungen durch den Weltpriester Nikolaus Fischer 1756; wieder P. Hyazinth Schaar bis 1761; P. Ceslaus Schaar 1762/64; P. Kor- nelius Gießen 1765; P. Vinzenz Tertius 1766; Gerhardy um 1767, Welt­priester; P. Demond; P. Musel. Die folgenden sind wieder zu Gusterath und aus dem Weltpriesterstand: Jakob Michels 1767/71; Peter Michels (mit Unterbrechung durch Leonhard Ignaz Pitschen 1771) 1771/85; P. Vinzenz Tertius (Ordenspriester) 1786; Johann. Peter Keuker 1786;

') TSA. 1673/74, 347. -') KSA. Urk. 3 ) Ebd. 1. c. Nr. 11 882, fol. 23.

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