L. Deutsches sowie deutsch-lleinftaatliches ZeitaUer:
Als «stfränlisch« Könige regierten in der jeweiligen Reichshauptstadt (Aachen, Wien «.) aus dem Hause:
. ^, ^ der Karolinger:
Ludwig (der Fromme) .......... von 814—840
.. (.. Deutsche).......... „ 843-876
Kail III. (der Dicke) .......... „ 881-887
'Arnulf (von Kärnten).......... „ 887—899
Ludwig (das Kind)............. 900—9ll
Konilld l. (vonFrnnlen)......... von 911—918
der Sachs«:
Heimich I ................ »on 919—936
Otto I. (der Große)........... . 936—962
und sodann als deutsche Könige bezw. (nach päpstliche! Klönung) als Kais«» des der Sachsen:
Otto I. stei Große).......... weiter bis 973
Otto II ................ von 973— 983
Otto III ................ „ 983-1002
Heinrich ll (der Heilige)........ .. 1002—1024
der Franken:
Konrad UV.............. von 1024—1039
Heinrich III ............... , 1039-1056
Heinrich IV. ............... 1056-1106
ferzogen in Kaifeilroeltb, u„d Lölnf —> Nudol!!°o» Rheinfelder! in Schwaben) , , , von IU77—IlM
Heinrich V .............. von 1106—1125
Lothar II. (von Lupplinburg in Lachsen) von 1125—l 137
der Schwaben oder Hohenstaufen:
Konrad III .............. von II38-II52
Friedrich I. (Barbarossa) .........1152-1190
Heinrich VI .............. ,. 1190—1197
Philipp (von Schwabe»)....... „ 1 198—1208
") Otto IV. !d« Melle).......... von IIY8-I208
Derselbe allein ............ von 1208—1212
Friedrich II .............. . 12I2-I25U
") Heiniich Rafpe (»on Thüringen) , , , , oon 1246—1247
'(König) Wilhelm (von Holland) ... von 1247—1256 (König) Konrcid IV ........... . I250-I2S4
, b»t«r» s") «ichard oon Cornmallis <Kön!g> lL^NUM l") Alfon« von Kaftilien (dezgl.) . ,
von 1257-1272 . 1257-1275
heiligen Römischen Reiche« deutsch«') Nation": Verschiedene Häuser:
Rudolf I. (von HabsbUlg) ....... von 1273—1291
Adolf (von Nassau) ........... , 1292—1298
Albiecht I. (von Österreich) ...... „ 1298—1308
Heinrich VII, (von Luzemburg) ..... „ 1308—1313
—) Friedlich <»»» Österreich)........ »on 1314—1322
Ludwig (von Bayern)......... von 1314—1346
Karl IV. (von Luzemburg —)..... „ 1346—1378
") Nlnth« (»«» Lch»»r,buig>....... 134?
Wenzeslaus (von Böhmen) ...... von 1378—1400
") «upprecht!»»» der Pfal,)....... von I4M-I4I»
") Iodolus (von Nähr«)......... . 1410—14N
Eigismund (»on Böhmen)....... von 1410—1437
der Habsburger:
Albrecht II ............. .
Friedrich III. .............
Maximilian l.............
KarlV................
Ferdinand I. .............
Maximilian II. ............
Rudolf II ...............
Matthias..............
Ferdinand I! ..............
!l> .............
Leopold I ...............
Josef I ................
Karl VI................
. VII. (von Bayern)........
von 1438-
. 1440-
.. 1493-
. 1519-
„ 1558-
. 1564-
. 1576-
. 1612-
. '619-
„ 1637-
.. 1658-
. 1705-
. 1711-
, 1742-
1439 1493 1519 1556 1564 1575 1612 1619 1637 1657 1705 1711 1740 1745
der Habsburg-Lothringer:
Franz I ................ von 1745—1765
Josef II ................ . 1765—179«
Leopold II ............... . 1790—1792
Franz II ................ „ 1792—1806
(als infolge Gründung des Rheinbundes das „heilige Römische Reich deutscher Nation" der Auflösung anheimfiel).
Seit früher Zeit schon waren die von den Germanen bewohnten Gebiete in G««e (unter Vaugrafen) eingeteilt, die weiter in Hundertschaften zerfielen. Unter den Merowingern und Karolingern wurde in den einzelnen Provinzen des Flllntenleiches die Iustizgewalt von den Psalzgrafen, die Militiiigewalt hingegen von Herzögen ausgeübt' beiden wurden zur eigenen Verwaltung abgegrenzte Territorien überlassen. Die Herzöge hinwiederum überwiesen ihren Vasallen — zumeist je nach ihren Leistungen — ebenfalls zu gleichem Zwecke nach und nach Gebietsteile, die dann mit des Kaisers Zustimmung ebenfalls reichsunmittelbar wurden (oergl. hierzu das Feudal- oder Lehnswesen). Zwar wurde diesen Territorien der Inbegriff der Reichsfreiheit (die Gesamtheit der Landeshoheitsiechte) nicht stets sogleich, sondern l«««ift «st nach «»d nach verliehen sso das Zoll- und Steuer-, das Münz« und das Gerichtsherrlichleitsrechtl.
Diese Entwicklung von Territorien lonnte aber zu nichts anderem führen als zur Schmülerung und Untergrabung der zentralen (kaiserlichen) Gewalt und damit schließlich zur Reichsauflosung sowie zur Fremdherrschaft der Franzosen über deutsche Lande.
'1 Für »» Bezeichnung ,oftflä,l>Ich" lain n« diele Zeit .»«»Ich- <d, i, »»l!««ümlich> aus.
—) Bis zum Jahre 1328 bedurften die Deutschen Könige als .Deutsche Kai!«r" noch der Krönung durch den Papst. Die Kurfürsten lefchlosse» n»o <im rheinischen Orte Rhensj, d»tz vom Ki»«»»»»«« fortan die K»ii««ch>« nicht mehr »«hl»»,» in» lollte».
