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französischen Revolution — also nach nicht mehr denn hundert Jahren friedlichen Besitzes — ihr herrliches Gotteshaus und ihr nicht minder schönes, geräumiges Kloster verlassen mussten. und zwar, warum? Wir können es nie und nimmer verstehen, es müsste denn anderes unermüdliches Verkündigen des Wortes ( iottes. mühevolle Pastoration in meilenweiter Runde. Messelesen, Beichthören, Krankenbesuche, Notlindern, ernstes Studium, fleissige Pflege von eigenem Grund und Hoden, wovon die vielen ehemaligen Klosterweinberge und -wiesen zeugen, ein grosses, verabscheuungswürdiges Verbrechen sein. Aber nur eine Stimme des Lobes, der Anerkennung und Bewunderung hatte das überaus segensreiche Wirken der Karmeliter in jenen Tagen von Seiten des gläubigen Volkes gefunden. doch was frug die Revolution nach alledem: der Orden wurde aufgehoben, gleich grossen Verbrechern mussten die Mönche sich von der Stätte ihrer Gebete und ihrer Arbeit trennen und ihr Eigentum den Franzosen überlassen, die daraus — Geld zu machen suchten. Für 1300 Thaler verkauften die Franzosen das ganze Kloster mit Ausnahme des östlichen Flügels, welchen sie zur Pfarrwohnung bestimmt hatten, an Bürgermeister Klaeser. Dieser hinwieder verkaufte es l8l8 für 14OÜ Thaler an eine Gesellschaft in Poltersdorf die 1819 den schönsten, südlichen Flügel abrissen, um aus dem Holzwerk und den Steinen auch des Kreuzganges, der so ott von den Gebeten und Gesängen der frommen Mönche widergehallt. Häuser und Aehnliches zu erbauen. Ob unter dem Segen (iottes? Bürgermeister Klaeser wenigstens hatte kein Glück, denn als „Handelsmann in Kirchengütern," der auch die schönen Glasgemälde aus der Kirche entfernt, starb er zu Zell im aller- grössten Elend. Den zur Mosel gelegenen Teil — die frühere Priors - Wohnung — hatte er einem
