Durch das helle und im dunkeln Laubwerk schweift erquickt der Sinn, Wo im Mühlbach die Forellen Leise Silberwellen ziehn, Bunter Wiesen goldne Kerzen Strahlen in den heiigen Wald, Und im blauen Himmelsfrieden Der Gesang der Lerche schallt:
O wie wunderschön, o wie wunderschön,
Auf den reinen Höhn
Ist das Wandern durch
Den lieben Westerwald!
Steigt der Mond in Duft und Dunkel Silbern über Busch und Tal, Sinkt auch über dir verklärend Sein geheimnisvoller Strahl, Deine Leiden, deine Sorgen Bringt er wie ein Kind zur Ruh, Sicher vor der Welt geborgen Atmest du des Waldes Ruh:
O wie wunderschön, o wie wunderschön,
Auf den reinen Höhn
Unter Sternen wieder
Friedlich schlafen gehn!
A. Rengsdorf in altersgrauer Vergangenheit.
Der Ort Rengsdorf hat im Laufe der Zeit viele Schreibarten gehabt: Rengisdorf, Reinsdorf, Reensdorf, Registorf usw. Wenn ich nach der Ableitung des Namens forsche, halte ich mich an die erste und letzte Schreibart: Rengisdorf, Registorf = Dorf des Königs, königliches Dorf wegen seiner majestätischen Lage.
Die älteste Urkunde über Rengsdorf und auch wohl die älteste Urkunde im Staatsarchiv zu Coblenz ist die oben abgebildete Urkunde des Trierer Erzbischofs Theutgaud (Diekoz) aus den Jahren 847-868, die die Grenzen eines dem Altar St. Castoris zu Rengeresdorf gehörigen Zehnten bestimmt am 29. August. Diese Urkunde lautet wörtlich:
„In nomine domini nostri Jhesu Christi, ego Diekoz archiepiscopus Treuerensis, omnem hanc subjectam terminationem ad altare sancti Castoris in uilla Rengeresdorf. IUI Kalendas septembrium terminaui. De Ioco pale usque ad Rengeresdal, et inde usque in nuida; et per vuida sursum usque diufonbah. et inde usque racihmiesbah. et inde in
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