Burg Dyrdorf mit dem byvange und Terminyen, die anegent von dem Kyrchof abwendich des widern hofes über die bach oder wasser der Wyde biz an die steynen brücken her nider wert und von dannen alumbe die bürg und nydewendich der bürg über die selben bach oder wasser der Wyde und von dannen her wider uf biz an daz oberste deil der muren des selben Kyrchovis, darinne daz fehlt, daz man nennt den Wasmen, ist gelegen daruffe der jarmarkit und Kyr- misse alle jähr uf sente Jacobs dag ist, und daz allis zu unser her- schefte von Isemburch und nit zu unser Graschaf von Wyde gehört hat noch enhorit, und mit allem dortigen Besitz, darunter dem Kirch­satz; ferner ihren Besitz in den Dörfern Dyrdorf, Wyenden, Qysel- brechtishoven, Uffhusen, Bruckenrachdorf oder sonst im Kirchspiel Dyrdorf, die zwei Dinghöfe zu Ruckerode und Meyscheit sowie die Burg Rohrburch, die wir von nuwes begriffen han; dies alles mit Herrschaft Qericht etc., sowie es vom Stift Trier zu Lehen gehe; ausgenommen allen daz hoegerichte buzzen der vesten und byvange Dyrdorf und Rohrburch und der vallestocke des dorfis zu Wyenden." Frau Agnes verzichtet auf ihr Wittumsrecht an diesen Objekten.

Am 3. April 1344 gelobt Qraf Wilhelm zu Wied, Herr zu Isen- burg und Brunsberg, dem Erzbischof Balduin von Trier, den Amt­leuten der Vesten Dierdorf und Rorburch und den Leuten der Höfe Ruckerode und Meyscheit, die er ihm verkauft hat, keinen Schaden zuzufügen und keine Herberge und Dienste daselbst zu nehmen.

Am 11. November 1346 verkaufen Dietrich, Brun und Ans. von Airscheit Gebrüder Vogtei und Vogtleute zu Airscheit, Lehen von Nassau, an Heylewige, Brunos von Brunsberg Wwe. für 200 M.

Am 7. Januar 1347 begaben eine Anzahl Bischöfe die Kapelle des hl. Georg in Castro Wiede und die Pfarrkirchen in Beverin und S. Johann Bapt. in Rengisdorf mit einem Ablaß von 40 Tagen für alle die, welche an den Tagen der Patrone oder anderen Festtagen dort eine Feier begehen etc. und für die, welche beten für das Heil: des Grafen Wilhelm zu Wiede und Frau Agnes, Johann Weuelrith und Frau, Johann de Frennesperch milite, Arnold Petrus de Homberch, Wigand de Porta, Hewicus de Stochern, Gerl. de Hille milite, Jon. pleb. in Registof (Rengsdorf), Jordanus Vicarius in Beverin (Bieber), Joh. capell. in Wiede. Datum Avinione VII. die mens. Januarii 1347 a pontificatu Clementis VI. quinto.

Am 30. April 1349 überträgt Clemens VI. dem decanus und scholasticus der Kirche S. Flor, et Marie in Coblenz die Entscheidung in der Appellationssache des nobilis Joh. de Brunisberg, der vom Official des archidiaconus zu Cardona excommuniciert worden, weil er der Kirche zu Cisa zuständige Früchte auf den Auftrag des dor­tigen Pfarrers eingenommen, während sie der archidiaconus zu Car­dona als sein Eigentum beanspruchte.

Am 22. November 1349 sühnt sich Graf Wilhelm zu Wied, Herr zu Brunsperg, mit Erzbischof Balduin zu Trier aus. Zu Schieds- 38