Heute steht er wieder einem von ihm gegründeten Institut irr Cöln vor, durch das er älteren Jünglingen und Schülerinnen rasch zum Abiturientenexamen verhelfen will.
In den letzten 30 Jahren hat der rastlose Mann mehrere große Werke und zahlreiche kleinere Schriften veröffentlicht, so daß er den fleißigsten Schriftstellern des Priesterstandes beizuzählen ist. Als seine Hauptarbeit ist das selbständige, noch nicht vollständig vorliegende Werk „Summa Mariana" anzusehen, die umfangreichste Publikation über die Gottesmutter in deutscher Sprache. Daneben gab er verschiedene Predigtbände, sozialpolitische und apologetische Werke heraus, die am Schlüsse einzeln aufgeführt sind. Außerdem schrieb er viele (über 50) kleinere Dramen religiösen, historischen und humoristischen Inhalts für katholische Vereine und Institute.
Daß eine so erfolgreiche Tätigkeit auf verschiedenen Gebieten auch durch Ehrungen anerkannt wurde, ist nicht wunderlich. Schon die Stadt Cham (Bayern) hatte Schütz wegen seiner Forschungen über ihre Geschichte zum Ehrenbürger ernannt. 1901 unternahm er eine Studienreise nach Rom, wo er von Papst Leo XIII. in längerer privater Audienz empfangen wurde. Desgleichen hatte er mit Kardinal Stein- huber, Kardinal Rampolla und Oberstkämmerer Bisleti und später mit Kardinal Merry del Val mehrfache wichtige Unterredungen. Papst Pius X. sandte ihm schmeichelhafte persönliche Widmunge'n. Von Rom aus wurde er zur Belohnung für seine großen der Kirche geleisteten Dienste zum Ehren-Kanonikus der Metropolitankirche zu Manfredonia in Italien ernannt, womit die Würde eines infulierten Prälaten verbunden ist. Er ist Inhaber mehrerer Orden und vieler Anerkennungsschreiben von Fürstlichkeiten und hohen staatlichen wie kirchlichen Würdenträgern.
Die Prälatenwürde war ihm bereits von Rampolla im August des Jahres 1901 in Aussicht gestellt worden, als er auf Wunsch des Staatssekretärs von Puttkammer in Straßburg mit Regierungsstipendium nach Rom reiste und dort als damaliger Professor des Bischöflichen Gymnasiums zu Metz sämtliche Kardinäle der Kardinalskommission besuchen mußte, die sich mit der Errichtung der „Theologischen Fakultät von Straßburg" beschäftigte. Durch diese Unterredungen verschwanden dann die Bedenken Leo XIII. gegen die Errichtung einer „Theologischen Fakultät zu Straßburg." Frhr. von Hertling war offiziell mit dieser Angelegenheit vom Kaiser betraut; Schütz besorgte die Kleinarbeit. Bei derselben Gelegenheit entfaltete Schütz eine intensive Tätigkeit, um endlich der langen Verwaisung des Bischofsstuhles in Metz ein Ende zu machen. Kurz nachher wurde Abt Benzler von Maria- Laach Bischof von Metz. — Gelegentlich eines Besuches zu Rom im Sommer 1911 bei Kardinal Rampolla, damals Erzpriester der Peterskirche, erklärte dieser frühere mächtige Staatssekretär in Gegenwart des Cölner Kommerzienrates Carl Wahlen samt Gemahlin, daß Schütz sich große Verdienste früher durch obige Verhandlungen und durch 80
