seine Schriften erworben habe. Bei dieser Gelegenheit empfing'dann auch Staatssekretär Merry del Val unsern Schütz in längerer Audienz und veranlaßte seine Ernennung zum Ehren-Kanonikus durch einen Kurienbeamten.
In Metz schloß Schütz Freundschaft mit Graf Haeseler, den er später auf seinem Gute Harnecop besuchte, worauf die Biographie über Graf Haeseler kurz vor Ausbruch des Krieges erschien. Mit Haeseler sowie mit Exzellenz Dr. Althoff, Ministerialdirektor am Kultusministerium, stand Schütz in lebhafter Korrespondenz. Letzterer ließ seine literarische Tätigkeit mit reichen Geldmittein seitens des Kultusministeriums unterstützen. Bereits vor dem Kriege wurde infolge seines zweibändigen großen Werkes „Praktische Sozialpolitiker" Schütz von 4 Großindustrien zum politischen Beirat für kath. Länder und kürzlich von Exzellenz Dr. Dernburg zum Mitarbeiter an der Wirtschaftlichen Vereinigung für Zentral- und Südamerika erbeten.
Der bekannte Gründer und Vorsitzende des Bundes Deutscher Bodenreformer, Adolf Damaschke, schrieb an Schütz, er möge mit seiner Feder mithelfen am großen Werke der Bodenreform. Nachdem Damaschke die Biographie über Schütz im „Herold" gelesen, schrieb er an Schütz: „Die kleine persönliche Skizze gewährte mir einen Einblick in ein reiches Leben. Wie viel „kleine" und schwere Kämpfe des Alltags hinter jedem Erfolg ruhen, der dann hier in zwei oder drei Zeilen dargestellt wird, das kann nur ermessen, wer selber Hl solchen Kämpfen drin gestanden hat."
Die großen Stürme seines bewegten, aber äußerst fruchtbaren und verdienstvollen Lebens hat er hinter sich, möge ihm nun ein 'anger, ungetrübter Lebensabend, gewürzt durch seine jetzige Lehrtätigkeit und seine schriftstellerischen Neigungen, vergönnt sein!
Da die Kurtscheider Gemeinde wünschte, daß sie ihn später als Toten wieder bei sich 'hätte, beteiligte sich Professor Schütz mit regstem Eifer am Beisteuern und Sammeln von Kirchenbaufreunden, als der überaus seeleneifrige Pastor Joseph Schaefer, sein vierter Nachfolger, mit den Kurtscheidern sich entschloß, die Kirche gotteswürdig zu vergrößern. Er stiftete dazu zum voraus eine herrliche Monstranz und neue Kirchengewänder.
Pastor und Professor Schütz, der in seinem Priesterleben so manches Ungemach, so manche Enttäuschung, so manche Bitterkeit, So manchen Neid erfahren, wollte durch die Ueberfülle von Gunst, Womit er die Kurtscheider bedachte, das gegenwärtige und die zukünftigen Geschlechter, denen er in größter Liebe eine ruhmvolle und z ugleich wahre Geschichte ihrer Vorfahren geschrieben, gleichsam sanft dazu zwingen, ihm zu danken durch das Almosen des Gebetes, wenn einst die von ihm gepflanzten Tannen am Kirchhof an seinem Grabe ihm ein geisterhaftes Schlummerlied wehen, wenn die von ihm ins Leben gerufenen Baumalleen blühen und kostbare •"rüchte tragen, wenn der schier unermüdliche Mann dann ausruht
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