sie aoer nie gewesen, sondern erst waren sieWalpoden von der Neuerburg" und späterWalpoden von Wied", wie aus folgendem zu ersehen ist.

Diese Walpoden von der Neuerburg finden wir während der ganzen Lebenszeit des Grafen Heinrich III. und im Anfange der Witwen­zeit der Mechtildis in deren Gefolge, bis 1235 unter den nobiles, von da an, wie es scheint, durch den mächtigen Grafen mehr zur Ministerialität herabgedrückt, welchen Verhältnissen sie sich dadurch entzogen, daß sie im Jahre 1256 sich in Reichenstein auf einem ihnen allodial zugehörenden Berge anbauten, den .sie aber dem Erzbischof von Cöln übergaben und von ihm wieder zum Lehen empfingen. Ob die Walpoden Abkömmlinge der Herren,. speziell des Lambert von Neuerburg, waren, wie von Stromberg glaubt, ist nicht wohl zu erkennen. Es erscheint möglich, weil sie an der Holzwied sowie in der Nähe der Rommersdorfer Abtei Güter besaßen, ferner wei zum hohen Adel gehörten. Unwahrscheinlich aber erscheint es, wenn man ihre Verwandtschaft betrachtet, die bei Elt. z. G. III 691 auf­geführt ist und die fast lediglich aus den freien Lehens- und Burg­mannen des Grafen Heinrich und seiner Gemahlin besteht, sowie wenn man den Umstand erwägt, daß Graf Heinrich das Geschlecht zur Ministerialität erniedrigt. Herr von Stromberg irrt übrigens, wenn er an der gedachten Stelle die Walpoden 'für gleichen Stammes mit dem Grafen von Virneburg hält. Ernestus von Virneburg, castrensis der Gräfin Mechtildis, gehört wohl nicht dem Virneburger Grafen- geschlechte, sondern dem gleichnamigen Ministerialgeschlechte an.

In den sämtlichen 17 Urkunden des Mittelrhein. Urkundenbuches, in welchem die Walpoden von Neuerburg bald mit den einfachsten, bald mit sehr vollständigen Titeln benannt resp. unterschrieben sind, sowie auch in den im Rhein. Antiquarius aus dem 13. Jahrhundert angezogenen Urkunden führten sie nirgendwo den Namen:Walpoden der Grafschaft Wied", sondern stets nurWalpoden von Neuerburg." Erst im 14. Jahrhundert und zwar, wie es scheint, 1339 zum ersten Male erscheinen sie unter dem TitelWalpoden der Grafschaft Wied", nachdem sie seit mehr als 80 Jahren die Neuerburg verlassen hatten. Aber auch 1339 und später sind sie nicht etwa Walpoden der alten Grafschaft Oberwied, die nunmehr kölnisch war, sondern der Graf­schaft Niederwied, deren Lehensmannen sie von 1331 an waren, wie Reck S. 101 nnter Berufung auf das Neuwieder Archiv erzählt.

Fischer hat, um die Stammtafel des vermeintlichen Hauses Wied- Neuerburg bis auf die Gräfin Mechtildis fortführen zu können, sich in der Weise geholfen, daß er einen Ulricus von Nürberg und dessen Sohn Gerhardus de Are als Zwischenglieder zwischen Lambert und Mechtildis einreiht. Ihre Namen kommen in mehreren Urkunden jener ^eit unter den Zeugen vor. Es sind die beiden jedoch, wie auch Reck eingesteht, Grafen von Are und Nürberg. Reck hat deshalb au ch die Mittelglieder zwischen Lambert und Mechtildis in seiner

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