van Heinberg unde min süster van Isenburch, unde ander lüde gnuch, beide ridder und paffen. Dit gescbach zu Linse an me stade des- Dinsdages vor s. Johannes misse etc. dusent zweihundirt unde ein unde sestich jar."

Kurzgefaßte hochdeutsche Uebersetzung:

Ich Konrad, von Gottes Gnaden Erzbischof von Köln, verkünde allen, daß ich meine Nichte (Nicht wörtlich zu nehmen, da früher man mit Familientiteln auch Nichtfamilienmitglieder beehrte) Mechtilde, ehe­malige Gräfin zu Sayn und Ludwig Walpode von der Neuerburg vor- beschieden und ihnen eröffnet habe, daß meine Nichte den Walpoden wieder belehne mit seinem Burglehn; er soll seine anderen von ihr erhaltenen Lehen behalten, wie er sie vorher besessen, und schwor meiner Nichte und mir den Treueid. Der Walpode verzichtete zuvor auf das oberste Haus von der Neuerburg, in welchem er gewohnt hat;- ferner auf allerhand Forderungen, die er an meine Nichte gestellt hat. Er soll nach seinem Wunsch sein Burglehn in der Neuerburg oder zu Wied verdienen (Dienst leisten). Geschähe es, daß er mit jemand- in Fehde gerate, das meiner Nichte zu nahe liege, so soll er dieses von ihren Häusern aus nicht tun, noch mit jemand ohne Willen und Genehmigung meiner Nfchte ein Bündnis eingehen. Ferner soll ich ihn auf seinen Häusern so halten, daß er zu seinem Rechte komme.. Zugegen war der Graf von Sayn, der Graf von Virneburg, mein Neffe Gerlach von Arenfels etc., Agnes, Frau von Heinsberg, meine Schwester von Isenburg und genug andere Leute, Ritter und Pfaffen. Geschehen zu Linz usw. am Dienstag vor St. Johannes am 21. Juni, tausend, zweihundert und einundsechzig (21. Juni 1261).

10. Erzbischof Engelbert II. von Falkenburg, der schon am 8. Oktober 1261 zum Erzbischof von Köln gewählt und von Papst Urban IV. geweiht und mit dem Pallium bekleidet wurde, ward am 28. November 1263 von den Kölnern gefangen und 20 Tage in Haft gehalten. Er belagerte im Jahre 1265 vergeblich zwölf Tage lang die Stadt Köln. Am 17. Oktober 1267 wurde er von Wilhelm von Jülich in der unglücklichen Schlacht bei Lechenich gefangen genommen und auf Schloß Nideggen bis 1271 in Haft gehalten. Er reiste im Frühjahr 1274 zum Konzil nach Lyon. Er starb am 17. November 1274 zu Bonn, wo er im Münster ruht. Er hatte in den Jahren 12631267 seine und seiner Nachfolger Residenz in dem jetzigen Universitäts­gebäude in Bonn erbaut. Dieser Erzbischof Engelbert II. bekundet in einer Urkunde vom 1. März 1262 alsgekorin zo erchebissceve ze Colne (erkoren zum Erzbischof von Köln) ind erchecancelare in Ytalien (und zum Erzkanzler in Italien) seine Verpflichtungen gegen­überMetholt, ehemaliger Gräfin zu Seyne",unse Mune". Er zahlt ihr für die Ueberlassung der Burg und der Dörfer und Kirchspiele Lynse (Linz), Winthain (Windhagen), Nuestat (Neustadt), Aspach (Asbach) und Roispe (Rosbach) mit allen Zugehörungen, Dienstmannen, Hofes- und wachszinsigen Leuten auf der Wiedschen Rheinseite eine- 118