wobei es sich leider der klaren Uebersicht halber nicht vermeiden läßt, bereits Gesagtes zu wiederholen, ja, in den darauf folgenden Urkunden auch aufs neue zu wiederholen. Sie gehört dem Schluß der II. Periode und dem Anfang der III. Periode an.

Wir benutzen zur Vervollständigung der Mechtildis-Biographie außer den oben angeführten Schriften auch nochdie Annalen des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichts­forschung", 38. Bd. 1908, Wiesbaden, undSteffen, das Grafen­paar Heinrich III. und Mechtildis von Sayn und die Cister- cienser", Bregenz 1910.

Mechtildis war die Tochter des Markgrafen Konrad (Dietrich) von Landsberg und der Jutta, Tochter und Erbin Ludwig III., Land­grafen von Thüringen. Um 1200 geboren, hat sie wahrscheinlich sehr jung, wie es damals häufig geschah, etwa im Alter von 15 Jahren, den Grafen Heinrich III. von Sayn geheiratet. Wenn sie 1283 fast 50 Jahre nach ihrem Gatten starb, so hat sie damit keineswegs ein auffälliges Alter erreicht; sie war dann eben 83 Jahre alt.

Die Annalen von St. Pantaleon in Cöln nennen den Grafen Heinrich III. von Sayn einengewaltigen und überaus reichen Mann". Heinrich III. hatte nämlich im Jahre 1206 nach dem Tode seines Vaters d^s reiche Erbe seiner Ahnen, der Grafen von Nassau, angetreten. Seine Gemahlin brachte ihm außerdem noch weitausgedehnte Be­sitzungen mit in die Ehe. Daher kam es, daß beide große Länder­striche mit vielen Burgen und Städten ihr Eigen nannten, so am Mittel- und Niederrhein, an der Sieg, an der Lahn, auf dem Wester- wald, in der Eifel, im Sauerland usw. Da ihre Ehe kinderlos blieb, das einzige Söhnchen war früh gestorben, fielen die meisten Güter später an die Söhne der beiden gräflichen Schwestern Adelheid und Agnes, deren einer der Stammvater der jüngeren Grafen von Sayn wurde, nachdem mit Heinrich III. die alte Linie im Mannesstamme er­loschen war. Ein großer Teil fiel zu Lebzeiten unseres Grafenpaares den Klöstern der verschiedenen Orden zu, vieles wurde durch Testamente festgelegt. Das kann man aber kühn behaupten, der Cistercienser- orden wurde am meisten bedacht. (Neben den Cisterciensern erhielten Vergabungen: die Prämonstratenser, Minoriten, Dominikaner, Deutsch­herrn u. a.)

Den Löwenanteil an den Saynischen Vermächtnissen erhielt Marienstatt bei Hachenburg. Aber die meisten der uns bekannten Cistercienser Klöster wurden ebenfalls mit Schenkungen bedacht: Himmerod in der Eifel, Heisterbach im Siebengebirge, Alten­kamp, Val-Dien (Belgien), Herchen a. d. Sieg, Blankenberg- Zissendorf, S. Catharinen bei Linz a. Rh., Walberberg zwischen Cöln und Bonn, Seyen oder Sion in Cöln, Drolshagen (in Kreis Olpe).

Als ein fehdesüchtiger und raubgieriger Mann wurde Graf Heinrich III. von Sayn berüchtigt, in den Annalen von Trier aber auch von ihm

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