Einige Jahre vor dem Grafen war die Schwiegermutter des Grafen Heinrich, Jutta von Landsberg, gestorben. Auf ihrem Sterbebette hatte sie letztwillig den Wunsch ausgedrückt, daß ihr eine Begräbnisstätte im Kloster Heisterbach bereitet würde. Man ersiehthierausdiegroße Vorliebe der ganzen Familie für den Cistercienserorden. Der Abtei vermachte sie damals zwei Kölner Mark, die aus dem Hofe Benzinghausen jähr­lich zu Martini gezahlt werden mußten. Einige Jahre hatte Heister­bach zur festgesetzten Zeit die Einkünfte bezogen. Der Graf Heinrich gab dem Kloster im Petrustale anstatt der zwei Mark aus dem Hofe Benzing­hausen zwei Mausen Wald in Witterschlick. Aus welchem Grunde diese Maßnahme getroffen wurde, ist aus der Urkunde nicht ersicht­lich. Unter den herkömmlichen Ausdrücken wird gegen eine Aenderung dieses Beschlusses Verwahrung eingelegt, und durch Beisetzung des gräflichen Siegels erhält das Dokument*Rechtsgültigkeit. Die Gräfin schließt sich dem an und versieht das Schriftstück auch mit ihrem Siegel. Zeugen dieses Aktes waren: Theodoricus de Oitgenbach, Henricus de Dorendorp, Roricus de Styldorp, Christianus de Blanken- bergh, Symon et Zacharias milites, Roricus de Gevardeshagen dapifer, Gisilbertus de Seyne pincerna, Petrus Anglicus et alii quam- plures.

Heinrich III. von Sayn war der letzte Graf des ältesten Hauses Sayn. Er setzte die Söhne seiner mit dem Grafen Johannes von Sponheim und Starkenburg verehlichten Schwester Adelheid, Johannes von Sponheim, Heinrich von Sponheim und Heinsberg, Simon von Sponheim und Kreuznach, und Eberhard, Herrn zu Eberstein, zu Erben der Saynschen Grafschaft ein, doch so, daß seine Witwe Mechtildis seine Güter lebenslang in Besitz behalten könnte. Diesen Erben trat Mechtildis 1247 die Lehen ihres Gemahls ab und behielt die erb- und eigentümlichen Güter, die sie mit ihm besessen und errungen hatte. Das Schloß Löwenburg, kölnisches Burglehen, blieb ihr, so lange sie lebte und sollte dann den Sponheimern zukommen. Zeugen dieses Vergleichs waren: der Burggraf von Cöln Heinrich und Philipp Herr von Wildenberg. Der Erzbischof Conrad von Cöln, Graf von Hoh- staden, kaufte von der Witwe Mechtildis von Sayn für 2000 kölnische Mark zum Besten des Erzstifts die Burg Wildenberg und Güter zu Drolshagen unbeschadet des dort von Mechtildis und ihrem Gemahl Heinrich von Sayn gestifteten Klosters und Güter in Meinhartshagen usw. Als die Gräfin Mechtildis deshalb Feindseligkeiten erfuhr, versprach ihr der Erzbischof Conrad nach Möglichkeit mit Rat und Tat beizustehen. Ein Jahr darauf, 1248, verzichtete nach einer Unter­handlung mit dem Erzbischof Conrad, um der Gräfin Mechtild willen, zu Cöln der Graf von Is'enburg-Arenfels Heinrich II. für sich, für seine Gemahlin Mechtildis von Hohstaden, für seine Kinder beiderlei Geschlechts, und für seine Brüder und Schwestern aui alle bisher in Rechtsanspruch genommenen Güter, die zu Nister, zu dem Schlosse Hartenfels, zu Hersbach und zuMetrig" gehörten, auch auf die 122