Gerichtsbarkeit von Lupsdorf und Dadenberg, um die verwitwete Gräfin' Mechtildis von Sayn und ihre Erbnachfolger in diesen Besitzungen nie zu stören. Mechtildis bezahlte dagegen an den Grafen Heinrich 200 kölnische Mark. Hierauf mußten der Gräfin Mechtildis und dem Grafen Eberhard von Eberstein der Burggraf Arnold, Friedrich und Johann von Hammerstein zu Blankenberg mit Hand und Mund ver­sprechen, daß sie in dem Wildbann der Gräfin, der zu dem Schlosse Wied gehörte, nicht jagen und treiben wollten. Unter kurkölnischer Lehnshoheit standen auch schon die Orte und Güter Rospe, Roßbach und Wied, und der Erzbischof Conrad von Cöln gestattete, daß der Burggraf Heinrich zu Cöln und Gerard Herr von Wildenberg mit der verwitweten Gräfin Mechtild von Sayn die Dienstadeligen auf jenen Besitzungen in gleicher Gemeinschaft, wie ihre Vorfahren behalten sollten. Mechtildis übergab jetzt auch den Grafen von Sponheim die Schlösser Blankenberg, Hachenburg, Freusberg, Sayn, Saffenberg, Hilkeneod, die Grafschaft Hadamar usw. Sie übergab ferner 1248 aus dem erzbischöflichen Palast zu Köln dem Herrn von Blankenheim Friedrich Allodien bei Saffenberg und Ahrweiler. 1250 trat sie an das Erzstif* Köln förmlich ab ihre Rechte und Besitzungen an den Burgen Wied, Windeck, Rennenberg, die Dörfer Rospe, Linz, Neustadt, Asbach, Windhahn usw. mit allen liegenden Gütern und eigenen Leuten, die neue Burg über der Wied, die Dörfer der Pfarrei Breytbach, und er­kannte sie als kölnische Lehen. Nach vielen und großen Zusiche­rungen in der erzbischöflichen Urkunde für die Gräfin heißt es : daß ihre Dienstleute in den obgenannten Besitzungen ebenso gehalten werden sollten, wie der Gräfin Eltern dieselben gehalten hätten.

Da Gerlach, Sohn Heinrichs II. von Isenburg mit der Gräfin Mechtildis, die offenbar auch zu Lebzeiten ihres Gemahls, ein ziemlich strammes Regiment persönlich und selbständig auf allen ihren Be­sitzungen führte, in Zwistigkeiten geraten war, mußte er bei der Ver­mittlung des Erzbischofs Konrad in einer zu Andernach verfaßten Urkunde versprechen, daß er von seiner Burg Arenfels aus weder ihr noch ihren Leuten irgend einen Schaden zufügen wolle, wenn er nicht zuerst angegriffen würde. Sollte aber durch ihn fernerhin der Gräfin ein Unrecht geschehen, so wollte er sich in Andernach stellen bis zur geleisteten Entschädigung. Das Verhältnis der Gräfin Mechtildis zu den Grafen von Isenburg und Sayn muß damals ein sehr gespanntes gewesen sein. Infolge der Anfeindungen vonseiten dieses Gerlach und der Isenburger Grafen hatte Gräfin Mechtildis sich auf dem Berge Alsnak (Nach denAnnalen" soll der Ort des Burgbaues bei Eisbach, nördlich von der Neuerburg zu suchen sein.) eine feste Burg zu bauen begonnen, die sie wieder im Jahre 1258 abbrechen mußte, als sie beim Erzbischof Konrad dieserhalb verklagt wurde von Gerlach und dem Isenburger Grafen.

Ein Jahr zuvor hatte Gräfin Mechtildis ihrem Vasallen Gerhard von Rennenberg und seiner Gemahlin Benedicta die schon am 11. Mai 1238

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