'beurkundete Erlaubnis wiederholt, unweit der Stadt Linz aui dem Platze Hargarden, ihrem Grundeigentum, ein Cisterzienser-Nonnenkloster zu St. Catharinen, das dereits 1208 teilweise erbaut wurde, vollständig auszubauen. Sie schenkte dazu das Recht zu fischen, zu jagen und Weinbau zwischen dem Bache Steine und dem Orte Rodt. (Reck S. 73. Die Burg Rennenberg liegt heutzutage in Trümmern nord­östlich von Linz auf einer Berghöhe.)

Nach dem Tode ihres Qemahles nahm die Gräfin Mechtildis das oberste Haus auf der Neuerburg, welches die Walpoden zu Lehen trugen, für sich in Anspruch und nahm dort ihren ständigen Wohn­sitz. Darüber war ein Zwist zwischen ihr und Ludwig Walpod ent­standen, im Verlaut dessen sie ihm sein Burglehen nahm. Unter Ver­mittlung des Erzbischofs Conrad von Cöln kam am 21. Juni 1261 zu Linzayme stade" ein Vergleich in dieser Angelegenheit zwischen Mechtildis und Lodewige dem Walpodenvan der Nuwirburch* zu­stande. Danach erhielt er von Mechtildis sein Burglehen und sonstige Lehen, wie er sie früher gehabt hatte, zurück und schwur dafür ihr und dem Erzbischof Hulde. Er verzichtete ferner auf dasovirste hus zu der Nuwirburch, da he e inne wanede", und alle seine Forderungen, und es wird ihm freigestellt, die Burglehnsdienste auf der Neuerburg oder in Altenwied (Wede) zu leisten. Fehden soll er im Bereich der Gräfin nicht führensonder meiner nichten wille unde orlof. An­wesend waren neben anderen die Grafen von Sayn und Virneburg, Gerlach von Arenvels, Heinrich der Vogt von Hachenburg, Gerhard von Rennenberg, die Burggrafen von Hammerstein undLudowich van der Nuwirburch".

Der letztgenannte Ludwig steht mutmaßlich in einem verwandt­schaftlichen Verhältnis zu dem gleichnamigen Walpoden, er war viel­eicht dessen Sohn. Als Zeuge folgt hier hinter ihm der Deutsch- -ordenskomtur von Marburg, Bruder Hartmud; dies führt zu der Annahme, daß dieser Ludwig mit dem Ludwig von der Neuerburg identisch ist, der 1265 als Deutschordensritter zu Marburg erscheint. Er wurde später Deutschmeister und starb vor 1271.

Die Irrungen zwischen Mechtildis und dem Walpoden scheinen aber durch diesen Vertrag nicht beseitigt worden zu sein; denn am 26. Juli 1263 mußte der letzterezu der Nuerburhc" feierlich abermals auf alle seine Forderungen an Mechtildis verzichten und geloben, ihr getruwe ind holt zu sin inde gerethit, als zerethe eyn burchmann ind eyn man siner rehter vrowen sculdihc is bit guden truwen". An­wesend waren neben einigen Geistlichen der Vogt von Hachenburg. Das an dieser Urkunde befindliche etwas beschädigte Siegel Ludwigs ist das gleiche wie das zu 1256 genannte. Damals erhielten die Walpoden wohl auch für das ihnen genommene oberste Haus auf der Neuerburg ein Haus neben der Kapelle, welches sie bis 1335 besessen haben. 124