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Lebensunterhaltes oder zur Befriedigung wüster Genuß- sucht zu erblicken.

Der ehrliche Staatsbürger und der Idealist sind geneigt, in solchen traurigen Zeiten staatlicher, wirtschaftlicher und seelischer Verwirrung, in einer Periode allgemeinen mora- tischen Tiefstandes an der ganzen Menschheit und an der Möglichkeit ihrer Erneuerung zu verzweifeln. Ihnen ge- reicht es vielleicht zum Trost, daß auch auf diese traurigen Erscheinungen einer schweren, leidvollen Ieit das Wort des Weisen:Alles schon dagewesen", paßt, daß man sogar mit einem gewissen bitteren Humor feststellen Kann, wie solche Blütezeilen eines von Kriegerischen Ereignissen be- günsligten Gaunertums schon einmal gekennzeichnet waren durch gleichzeitige Verbreitung neuer, freiheitlicher Ideen und revolutionärer Weltanschauungen. Es gereicht ihnen vielleicht weiter zu einiger Genugtuung, daß dann schließlich einer früheren Periode Kriegerischer Ereignisse, welterschüt- ternder Projekte, staatlicher und wirtschaftlicher Erperi- mente und schrankenloser Betätigung ungefesselter Instinkte, einein ganzen Zeitalter voll brutaler Nohheit und großer Worte, einer Sintflut von Blut und Tränen, in welcher die ganze verwilderte Menschheit unterzugehen drohte, schließ- lich! wieder lange Jahre folgten, in denen man brav und bieder lebte eingedenk erlittener Züchtigungen, in denen ein Schleier der ÄomantiK allgemach die vergangenen Gräuel verhüllte und die schließlich wieder zu neuem Optimismus erwachte Menschheit gutgläubig bereit war, sich den Krieg abermals als Notwendiges, willenstählendes Bad und eine Schule hoher Tugenden anpreisen zu lassen.