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mit dem Balken ein. War der Ort des Geldes und sonstiger Wertsachen bekannt, so begnügte Inan sich, die Bewohner zu Knebeln und ihnen durch übergeworfenes Bettzeug den Anblick der Räuber zu verbergen. War das Gegenteil der Fall, so zwang Man die Unglücklichen durch unmenschliche Grausamkeiten, das Versleck zu verraten. Der Chef brach eigenhändig Kisten und Schränke auf, nahm das Weit- vollste an sich und ließ Silbergeld und sonstige Mcrtgegen- stände in Kissenbezüge füllen. Hatte man alles ausgeraubt, so erscholl das Losungswort zum Abmarsch, bei dem die mit der Beute beladen: Sturmabteilung von den sich unter sie- tem Feuern zurückziehenden Posten gedeckt wurde. Aach- dem dann die Bande so geräuschlos wie möglich einige Stunden sortgeschlichen war, verteilte sie den Raub, wobei dem Hauptmann der Löwenanteil zufiel. Für die Baldower legte ün<m einen Hauptteil zurück.
Weil diese gefährlichen Spitzbuben alle damit rechnen mußten, eines Tages einmal in die Hände der Justiz zu fallen und auch alle ausnahmslos mehrfach, aber immer in ihrem wahren Charakter unerkannt festsaßen, so widmeten sie ihrem Verhalten im Gefängnis ein besonderes Studium. 3n der Kunst, Schlösser mit den primitivsten Mitteln zu öffnen, waren alle Meister. Die der Bande zugehörigen Weiber halten in der Aegel den Auftrag, die Befreiung eines gefangenen Räubers einzuleiten. Sie umschlichen den Kerker, bestachen die Schließer, um Briefe Zu vermitteln, wußten, mit guten Pässen versehen, Zugang zu den Gefan- genen zu erhalten und diesen bei der Gelegenheit Werkzeuge zuzustecken. Strenger Kann Kein Spion in Kriegszeiten be-
