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ÖrtlichKcit unmöglich au die Kirche zu Kommen, so versperrte man den Zugang zu ihr durch Schildwachen. Es geschah dies, um die erschreckten Einwohner am Sturmläuten zu verhindern. Zu gleicher Zeit durcheilte die hiezu vorher be- stimmte Abteilung alle Gassen des Ortes, fing die Nacht- Wächter ab, fesselte und bewachte sie an einen: abseits ge- legenen Orte. Bor alle Häuser, in tienen Licht bemerkt wurde, stellte der Chef Schildwachen, andere postierte er an den Zugängen des Ortes wie in der Nähe des Angriffs- objektes. Zu Schildwachen wählte er nur die tapfersten, er- probtesien Leute, die denn auch nur in Ausnahmefällen von ihrem Posten wichen und oft öurch unausgesetztes Feuern Scharen zu Hilfe eilender Einwohner im Schach hielten.
Nach diesen Borbereitungen erhoben die Anstürmenden wcitschallenden Lärm, und zwar sangen sie meist französische Soldatenlieder, um bei den Einwohnern den Glauben zu erwecken, ein Trupp französischer Marodeure überfalle den Ort. Vor dem Unglückshaus zündete man die mitgefühlten Wachslichter an und begann die Tür einzurammen. Diese gewaltsame Methode des Einbruchs war eine charakte- ristische Eigentümlichkeit der Niederländer. Sehr selten stiegen sie in verstohlener Meise durch ein erbrochenes Fen- ster ein. Fiel die Haustür nicht bald unter unausgesetzten Nammstößen, so half man mit öer Axt nach. Vcr Chef drang als Erster in das Haus, dessen Näume und Gange die Jungen sofort durch an die Wände geklebte Wachs- lichter erhellten. Widerstand der von öer Außenwelt abge- fchnittenen Bewohner wurde in der Negel rasch überwun- den. Türen, die sich nicht gutwillig öffneten, rannte man
