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Ein weißes Papier, an Bäumen befestigt, diente auf heim- lichen Waldpfaden als Wegweiser. Meistens aber gaben die Voraufziehenden die Dichtung an durch einen Strich auf den Weg, den ein Kleinerer, in der Himmelsrich- tung liegender, Kreuzte. Jeder der Nachfolgenden wachte einen Kleinen Strich hinzu, so daß also jeder Räuber sehen Konnte, wieviele Genossen bereits den Ort passiert hatten. Baumzweige in der Megrichtung gelegt, gebrauchte man häufig zu demselben Zwecke. Als Erkennungszeichen bei Nacht diente ein den Guten nachgeahmter Schrei. Der letzte Versammlungsort lag in der Negel eine halbe Stunde vor dem Tatort, meist im Wald oder Gebüsch. Hier traf man die letzten Vorbereitungen, lud die Pistolen (Schnelles), die Führer verteilten die Nollen, gaben die Parole zur Flucht und zum Alarm aus und ermunterten die Zungen. Letztere schwärzten, aus Furcht erkannt Zu werden, ihre Ge- sichter, schlugen den Nand ihres Hutes herunter oder um- banden Kinn und Mund mit dem Halstuche. An der Spitze der geschlossen marschierenden Bande zog jetzt der Führer oder Capitain. 3hm folgten lautlos die übrigen, von denen regelmäßig eine vorher bestimmte Anzahl einen langen Bal- Ken auf den Achseln trug, der zum Aufrennen der Haustür destimmt war. Häufig mußte ein am Wege stehendes Kreuz diesem wenig frowmen Zwecke dienen. Kam ein Unglück- licher der anmarschierenden Bande auf dieser letzten Strecke in den Weg, so wurde er, wenn nicht ermordet, so doch ge- fesselt und auf die Seite geschleppt. Beim Eintritt in den Ort eilten sofort einige Ncniber an die Kirchentür, um deren Schlüsselloch mit Steinen zu verkeilen: war es wegen der