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stechungsgelder verfügten. Große Naubtaten wurden gruild- sätzlich nur in weitester Entfernung vom letzten Wohnorte verübt. So zog beispielsweise eine Bande von Meersen in holt. Limburg nach Dünkirchen und Kreuznach, eine andere von Neuwied nach Mannheim, eine dritte von Frankfurt nach Paderborn.

Alle Einbrüche wurden durch die Tätigkeit der Bal- dower eingeleitet, die fast ausnahmslos aus jüdischen Hau- sierern bestanden. Durch Boten oder unverfängliche Briefe wurden alsdann Chefs und Veteranen zur Zusammenkunft (vieateff) bestellt, wo man dieMasematten" (Geschäfte) besprach und einen der Ehefs Zum Oberleiter des Noul> zuges wählte. Die Einbrüche sielen meist in den Frühling oder Herbst, wenn die Nächte lang und finster sind. Nächte mit Mondschein oder frisch gefallenem Schnee wurden niemals gewählt. Am beliebtesten war die Nacht von Samstag auf Sonntag, weil in einem des Schabbes wegen geschlossenen Iuoenhause die Bande sich unbemerkt zum Aufbruch sam- mein Konnte und außerdem dann der größte Teil der Ar- beitsleute in dem zu beraubenden Gebäude nachhause ent- lassen war.

Nachdem ausgeschickte Spione eine möglichst genaue Be- schreibung des zu deslehlenden Hauses, seiner Lage, der Ein- und Ausgänge etc. zurückgebracht hatten, begab sich die Bande in verschiedenen Kleineren Trupps von verschiedenen Orten aus an den Ort der Tat. Manchmal mußte eine große Anzahl von Tagesreisen bis zu dem Bersammlungs- ort in der Nähe des bestimmten Ortes zurückgelegt werden.