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Mit dem Vordringen der französischen Neoolutions- lruppen in die ehemaligen spanischen Niederlande ander- ten die Näuber ihr Handwerk und verlegten sich auf die Anfertigung falscher Assignale. Nachdem sie hierbei an- sehnliche Summen gewonnen hatten, griffen sie aber wie- der bei der zunehmenden Wertlosigkeit dieses Papiergeldes auf ihre alte Berufstätigkeit zurück. Besonders in den wahren 1795 und 96 wurde von ihnen eine Menge von Einbrüchen verübt, die meist mit Mordtaten oder Berstüm- melung der Überfallenen verbunden waren. Die Näuber lieferten zuweilen den Einwohnern ganzer Ortschaften hart- nackige und blutige Gefechte, in denen sie in der Aegel Sieger blieben. Als die Anarchie ihren Höhepunkt erreicht hatte und allwöchentlich Nachrichten von frechen Einbrüchen und blutigen Greueln in Paris einliefen, entschloß man sich hier zu energischen Maßnahmen, die dann schließlich auch die fcheußliche Bande auseinander fprengten. Picnrd wurde gefangen genommen, wußte aber einen homme de loi und einen defensenr officieux derart durch Hände voll Gold zu gewinnen, daß beide Ehrenmänner sich mächtig für Befrei- ung dieser Kapazität ins Zeug legten, falsche Zeugen auf die Beine brachten und schließlich auch dem Näuber zur Frei- heit verhalfen. Picard machte sich dann sofort auf nach Meersen, dem freundlichen an der Geul und 1^ Stunde von Maastricht gelegenen Ort, wo die meisten Mitglieder der Brabanter Bande Zuflucht und neuen Wirkungskreis gesunden halten.

Die Wahl Meersens war Keine zufällige. Der Ort war nebst einigen Nachbardörfern ein Jahrhundert lang die