Wie lmit dem Wegzuge der Meersener die Aäuberei in der Aachener und Maastrichter G.gend Keineswegs. ganz- lich erloschen war, so auch nicht in der Krefelder und Neu- her Gegend nach Auflösung der dortigen allen Banden. 3m Gegenteil bildete sich um 18U0 am Niederrhcin aus Zurück- gebliebenen Krefcldern und ehemaligen Meersenern eine neue Bande mit dem Chef Damian Hessel, dem aus Wesel ausgebrochenen ..Studentchen". Mit ihm vereinigte sich eine neue Größe, Mathias Äouchet aus Bordeaux, später be- Kannt unter dem NamenMajor", unter bem er noch 1804 eine Bande in Schwaben führte. Rouchet arbeitete anfangs in Gelmeinschaft mit einigen liederlichen Kameraden von der lezion 6« k'rancz c^u norch mit denen er u. a. auch einen scheußlichen Aaubmord in Düdeling bei Gemünd in der ß Eifel verüble. Nach seiner Bekanntschaft mit Hessel legte

er die Uniform dauernd ab und betätigte sich nur noch im civilen Ääuberberufe nach dem System Moses von Gro- ningen.

Die erste Klarheit hinsichtlich dieses Systems und derOr- ganisation der zusammenhängenden Räuberbanden wie auch der Person ihrer Hauplmatadore brachte der öffentliche An- Kläger des Noerdepartements Kell. Zerr Keil schlug, um hinter die Schliche der Räuber zu Kommen, einen von der allgemeinen Praxis durchaus abweichenden Weg ein. Cr lieh nicht die gefangenen Verbrecher, auch wenn er sie als Exemplare der schlimmsten Sorte erkannte, in scheußliche Verliehe werfen, noch wandle er, wie es nicht nur die preu- fzischen Beamten sondern auch manche, sonst so liberale Franzosen zu tun liebten, öle Tortur an, sondern er behan-