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phälischen Verein herausgegebenen Zeitschrift für vaterländische Geschichte &c. von pag. 300—321. Hier sei nur erwähnt, dass das hauptsächlich benutzte Exemplar 1218 Urkunden enthält, von dem sogenannten Schenkungsbriefe Papst Sylvesters I. an die Kaiserinn Helena (Nro. 11 dieses Buches) an bis zum Jahre 1353. Zeugniss für die ängstliche Sorgfalt bei Aufnahme der Urkunden giebt deren Eintheilung und Uebersicht; zwei Gruppen sind ausdrücklich als litterae pvtrefactae und als litterae non sigillatae: also als schwer lesbare und verdächtige Stücke ausgeschieden; worüber die Einleitung noch besonders erklärt, dass „alique litterarum propter extraneam et igno- tam scripturam earum fuerunt cum difficultate nimia exemplate." Die meisten der altern Diplome dieser Art sind glücklicher Weise noch in angeblichen oder wirklichen Originalen vorhanden, und erleichtern dadurch die schwierige Aufklärung.
3. Liber aureus abbatiae s. Maximini. Unter den vielen werthvollen Besitztümern dieser reichen Abtei war das goldene Buch keines der geringeren. Es führte seinen Namen von den prächtigen, stark vergoldeten, mit Edelsteinen und kunstvollem Schnitzwerk verzierten Deckeln, und enthielt die 82 ältesten Urkunden des Klosters, von der Stiftung im Jahre 349 bis zum Jahre 1227 auf fol. 1—71; und von fol. 79—139 ein eben so wichtiges Güter-Verzeichniss. Das Original ist verschwunden, sein Inhalt aber doppelt erhalten; nämlich durch eine neuere Copie in dem grossen, unten weiter berührten Diplomatar des Abten Henn von c. 1693, und in dem so betitelten Maximiner Manuscrvpt in dem Königl. Staats - Archive zu Berlin. Letzteres ist eine gleichzeitige Abschrift oder das Concept des goldnen Buches, auf Pergament, Fol., 84 Bl., von verschiedener Handschrift, deren älteste nicht über das Jahr 1200 hinaufgeht. Es bringt die Urkunden in gleicher Reihenfolge wie das Original, aber mit anderer Foliirung und Zählung, und zeigt neben einer Anzahl Diplome neueren Ursprungs mehr, vielerlei sehr verdächtige Correcturen und Auslassungen von Recognitionen, Zeugen und Daten, die zum Theil erst von einer Hand des XVI. Jahrhunderts ergänzt wurden. Der Text der Originale, so viel deren verglichen werden konnten, weicht oft bedeutend von diesen Copien ab, und lässt dem Glauben auf Zuverlässigkeit der letztern wenig Bestand.
4. Liber aureus abbatiae Prilmiensis, analog dem vorhergehenden wegen seiner kupfernen, stark vergoldet gewesenen Deckel mit meisterhaft eingeschnittenen Bildnissen der Stifter des Klosters so genannt; kl. Fol. Pergament, 114 Bl. mit verschiedenen Handschriften vom X. bis XII. Saec. Ohne innere Ordnung enthält dieses Manuscript 126 Urkunden von der Stiftung des Klosters, c. 720 bis 1133, und 8 nachgetragene Copien von Urkunden aus dem Zeitraum von 1381—1442. Sie erscheinen hier zum er-
