stenmal vollständig, da Hcktbeih nur diejenigen aus Cazmet übernahm, welche die Besitzungen des Klosters im Erzstift Trier betreffen. Mehr noch, wie bei dem goldnen Buche der Abtei s. Maximini, erheben sich Bedenken gegen die Aeehtheit der hier mitgetheilten Urkunden; die von den genann­ten Historikern versuchten Verbesserungen können diesen Umstand nicht verschleiern, und haben nur zu, theilweise vollständiger Entstellung des Urtextes geführt. Eine genaue Chronologie herzustellen, ist unmöglich; fin­den sich doch (pag. 2424 dieses Werkes) zwei fast gleichlautende Urkun­den, von Einem Tage und Jahre durch zwei verschiedene Aebte ausgestellt, unmittelbar nebeneinander! Die meisten Stücke haben augenscheinlich neuere Ueberschriften, die am Schluss einige Mal sich wiederholen. Das Original dieser kostbaren Handschrift befindet sich in der Stadtbibliothek zu Trier; eine im XV. Jahrhundert geschriebene Copie besitzt das Coblenzer Provin- zial-Archiv als schwache Wiedergabe des Urtextes; die Personen- und Orts­namen sind hier bis zur Unkenntlichkeit entstellt; die Zeugen ott ganz weg­gelassen. Die dort den Deckeln eingegrabenen Bilder sind hier auf vier Blätter vertheilt und in Farben gelegt, aber mit keineswegs geschmackvol­ler Modernisirung des Costüms.

5. Registrum bonorum monasterii Prümiensis in Eiflia, hoch Quart, Pergament, 48 Blätter, die nicht foliirt sind. Der Text besteht aus je 20 Zeilen, und ist von der inneren Seite durch 2, von der äusseren durch 3 rothe Linien eingerahmt, so dass auf beiden Raum zu Bemerkungen bleibt. Zahlen und Ueberschriften sind roth; die Initialen abwechselnd roth und blau; die Ueberschriften sind nicht abgerückt, sondern stehen in den lau­fenden Zeilen. Die Schrift des Textes ist eine schöne, grade und gleich- massige Cursiv, wie sie dem Anfange des XHI. Jahrhunderts eigen ist. Die Bemerkungen, von derselben Hand, aber um die Hälfte kleiner geschrieben, stehen da, wo sie nur wenige Worte bilden, zwischen den Zeilen über der zu erklärenden Stelle; im andern Falle sind sie zur Seite, oder auf den unteren Rand gesetzt.

Der Schreiber: Cesarius exabbas de Prümia, ist nicht Heisterbacensis; er war Abt bis 1217, ihm folgte bis 1220 Guno von Ahr, und diesem Abt Friedrich von der Leyen, auf dessen Bitte Cesarius dies Werkchen schrieb und commentirte, mit der ausdrücklichen Bemerkung:librum antiquum, a. 893 conscriptum, transscripsi; mirabili tarnen et quodam inaudito gramma- tice stilo ob antiquitatis reuerent iampermanente illeso." Die dem Manu- scripte vorstehenden drei Bilder auf Goldgrund stellen die Stifter der Abtei, die Grablegung des Kaisers Lothar in Prüm; endlich den Exabt selbst zwi­schen dem Abt Friedrich und dem h. Benedict vor, in der, ihren verschie­denen Würden entsprechenden dreifachen Grösse.