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Ausser diesem, jetzt dem König]. Staats- Archive in Berlin zustehen­den Original besitzt die triersche Stadtbibliothek eine Copie aus dem XV. Jahrhundert, deren grosse Mängel durch einen Vergleich des itzigen Ab­druckes mit dem bei Hontheim (sub a. 1222) kennen zu lernen sind.

6. Das grosse Maseiminer Diplomatar in Trier besteht aus 15 pracht­vollen Papier - Foliobänden, welche der Abt Alexander Kenn von 1693 ab aus den Originalen copiren, und jede einzelne Abschrift durch zwei Notare vidimiren Hess. Die Urkunden sind gruppenweis nach den alphabetisch ge­ordneten Ortschaften zusammengestellt, und ein schönstes Denkmal wahr­haft wissenschaftlicher Sorgfalt. Im geradesten ^Yidelspruche damit steht:

7. Das Diplomatar des Klosters Neumünster bei Ottweiler, Pap. Fol. aus mehreren Bruchstücken neuerer Zeit zusammengestellt, aber übereinstim­mend in Sorglosigkeit und Erbärmlichkeit der 57 Abschriften.

8. Diplomatar des Stifts s. Florini in Coblenz. Fol. Bl. 135 Per­gament, Bl. 3671 Papier, aus dem XV. Jahrhundert; 100 Urkunden von 959 ab; der Schluss fehlt.

9. Diplomatar der Abtei s. Mariae ad Martyres zu Trier. Fol. Pap. 201 Bl. ohne den Index. Das im Jahre 1717 entstandene Werk enthält 212 Urkunden von 9731694, von denen jede einzelne notariell beglaubigt ist. Die Handschrift ist sehr lesbar und correct. Ein ähnliches, älteres Werk steht in der Bibliothek zu Trier.

10. Diplomatar der Abtei Metloch. Pap. Fol. 563 paginirte Blätter mit 333 Urkunden von 9951678, von einer flüchtigen, aber correcten und säubern Handschrift; jede Copie ist notariell beglaubigt.

11. Diplomatar des Domcapitels zu Trier, Pap. Fol., 23 Bände von der Hand des letzten kurtriersclven Archivcanzlisten Anschütz, in chronolo­gischer Ordnung; enthält sämmtliche Urkunden von 7931784; ist aber in der Abschrift der ältesten Diplome nicht ganz verlässlich.

12. Diplomatarien des Stifts s. Simeonis zu Trier. Das kleinere der­selben, Pap. 4°-, nicht foliirt, rührt aus dem XIV. Jahrhundert, ist ohne Ordnung, mit einer, nur aus Abkürzungen der schwierigsten Art beste­henden Handschrift geschrieben, schlecht gehalten und theilweise ganz verblichen; es enthält 107 Urkunden von 10421335. Ein viel besse­res , sehr sauber gehaltenes Duplicat befindet sich in Trier. Das grössere, in Fol. Pap., 477 Bl., ist mit arabischen Ziffern foliirt, aber falsch (z. B. 4077 statt 477), und zeigt neben vielen Verwaltungssachen nur c. 80 Ur­kunden von 1048-1699 von verschiedener Hand, deren älteste nicht über das XVI. Saec. hinauf geht.

13. Diplomatar des Klosters s. Irmin in Trier. Fol. Pap., 497 Bl. mit 474 Urkunden von 6461702. Der ursprüngliche und Haupttheil die-