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Treten wir nunmehr auf der im letzten Jahre erweiterten und verbesserten Strasse in Heilstein ein, beinahe hatte ich gesagt, durch das alte Stadtthor, doch dieses Thor und das darauf gebaute Gemeindehaus sind ja schon seit Jahrzehnten niedergelegt.
Einige Schritte weiter, und wir sehen links die beiden herrschaftlichen Gebäude des Herrn Geheimrates Höffgen . eine Wendung nach rechts und wir stehen auf dem sog. Plan, früher einem höchst unebenen und mit 2 Häusern bestandenen Platz. Hierhin wurde in hochgräflichen Zeiten der nicht unbedeutende Wochenmarkt verlegt, nachdem öfteres Hochwasser den Markt dicht an der Mosel unmöglich gemacht hatte. Die beiden Häuser hatte man zu diesem Zwecke angekauft und niedergerissen. Der Besitzer des einen. Franz Hoffmann wurde mit der 4. Mühle, der untersten am Russe des Schlossberges, gegenüber dem Kloster gelegenen sowie 50 Thalern abgefunden, die Besitzerinnen des andern. 2 Jungfrauen, nur mit Geld. Auf diesem Plan stand in französischen Zeiten der „Freiheitsbaum" eine lebende Pappel, von Bürgermeister Klaeser gepflanzt, an welchem die Khen geschlossen wurden. Der letzte an diesem Baum Copulierte war der sog. ..Clemens." der in den 70er Jahren liier verstarb. Als es dann mit der Freiheit nach französischem Geschmack zu Ende war. fiel auch der Freiheitsbaum. und — i) quae mutatio rerum — „aus seinem Holze machte sich der damalige Lehrer einen Stock, um seiner Jugend mit diesem Freiheilsstock die Freiheitsideen auszutreiben."
Dieser Freiheitsbaum sah auch des öfteren in der französischen Zeit die Beilsteiner in hellstem Eifer ihren grössten patriotischen Feiertag begehen, worüber ich folgende Schilderung in der Chronik finde: „In französischen Zeiten gab es keinen grösseren und kostspieligeren Feiertag als den 15. August,
