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den sog. Napoleonstag. Morgens 5 Uhr Rcveil. Ein Trommler und ein Trompeter ziehen durch das Dorf. 9 Uhr Hochamt in der Klosterkirche, vom Prior gehalten mit Ministratur. Vor dem Amte wurde Domine salvum fac imperatorem nostrum etc. gesungen, dann erst das Weihwasser gegeben. Im Amte ging alles Volk im höchsten Feierschmuck um den Altar zum Opfer für die Mönche. Mittags um 12 Uhr Festessen für die Beamten auf Kosten der Gemeinde (Rechnungen sind noch vorhanden). Um 3 Uhr Versammlung der Schützen aus Beilstein und der ganzen Umgegend (selbst aus Cochem) auf dem grossen mit Maien und Guirlanden geschmückten Plan. Darauf grosser, feierlicher Zug um den Freiheitsbaum, an der Spitze des Zuges Bürgermeister Kläser in Uniform, hoch zu Ross, dann 2 Trommler, 2 Trompeter und ein Musikchor, hinter ihnen der Fähnrich mit 2 Begleitern, zum Schluss die Schützen­wehr hin zum Schicssstand (wo jetzt das Spritzen­haus steht). Scheibe und Vogel standen auf dem rech­ten Ufer der Strimmigcr Bach, wo Hotelier Uipmann einen Nussbaum in seinem Weinberg hatte. Die Preise waren in einem Jahre für den besten Schützen ein Stück Wollcntuch für einen ganzen Anzug, für den zweitbesten ein Kalbfell, für den drittbesten ein Stück Sohlleder für ein Paar Schuhe. Der nunmehr verstorbene Fährmann Franz Peter Arnoldi hatte als kleiner Bub den Zug mitangesehen und ihn nicht vergessen . da sein Vater um den 3. Preis mit dem Bürgermeister in Streit geraten war. Das Volk hatte sicli für Arnoldi entschieden, und der junge Arnoldi dann das Leder, hoch an einen Stecken ge­bunden, triumphierend nach Hause getragen."

Sehen wir uns auf dem Plane um. Da sehen wir im Hotel Uipmann die alte Metternich'sche Kellerei, links daneben die alte, zu Beginn des 14. Jahrhunderts von dem Baron von Braunshorn er-