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der 1866 starb und hier begraben liegt. Die grösstc Ziffer der Sehulkinder Beilsteins betrug 44 im Jahre 1880. die Judenkinder eingeschlossen, die seit dem preussischcn Regiment die Christenschule besuchten, Aber sind denn viele Juden hier?, fragst Du mich.- Ja, verhältnismässig viele. Wann sie hier eingewandert, kann ich Dir allerdings nicht mit Bestimmtheit sagen. Nach der einen Lesart hat Beilstein im 17- Jahrhundert, als der „schwarze Tod'' umging und die Juden als die Ursache hiervon verfolgt wurden, ihnen hier ein Asyl gewährt, nach der anderen hatte bereits Johann von Braunshorn 1300 vom Kaiser Heinrich VII. zugleich mit der Verleihung des Stadtrechtes für Beilstein 200 Mk. erhalten, womit er 10 sog. kaiserliche Schutzjuden in die neue Stadt aufnehmen musste. Seit dieser Zeit soll Beilstein ein Lieblingsplatz thätiger und den Handel belebender Juden geworden sein.
Doch sehen wir weiter. Dicht an das jetzige Schulhaus schliesst sieh das Burg- oder Zehnthaus der Metternicher an mit einem interessanten Doppelwappen und einem 8eckigen Treppenturm, an dem sich noch die Spuren eines alten Thores linden. Ausser diesem Thore und dem alten Stadtthore am Eingang des Dorfes hatte Beilstein noch zwei weitere Thore. Das eine am Ende der Bachstrasse, die jetzt erweitert und neu gepflastert eine Zierde für Beilstein geworden ist. Dort wo das Nicolaus Gietz'sche Haus sich findet, stand ehemals das dritte Thor, das jedoch wenig beachtet worden sein soll . da es nicht einmal verschlossen werden konnte; bei dem Bau des erwähnten Hauses wurde dieses Thor in seinen letzten Trümmern niedergerissen und mit eingemauert. Das vierte und letzte Thor stand in der ehemaligen Stadtmauer hart an der Brücke auf der Ostseite benuder Burg musste von den Hunsrücker Fuhren benutzt werden.
