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manncs ihre Huldigung darbringen wollte. Der Esel, als wenn er seiner hohen Amtsstcllung und seines wichtigen Berufes bewusst gewesen, drängte sich durch die Menschenmenge, und Jeder wich auch achtungsvoll und ängstlich zurück, um nicht an den Mehlsäcken seine festtägliche Kleidung weiss zu machen. So war der Esel unaufgehalten bis dicht an die Mosel neben dem Amtmann gekommen, der eben seine Anrede an den Churfürsten begonnen hatte. Die Rede aber dauerte gar zu lange, dass selbst dem geduldigen Esel die Geduld ausging; er scharrte mit den Füssen . fuchtelte mit dem Schwänze und, als das Alles nichts fruchten wollte, begann er aus vollem Halse sein ia, ia hören zu lassen. Diese Unordnung aber gefiel dem Churfürsten schlecht, und mit einer Stimme, die den Redner übertönte, rief er von seiner Eilyacht aus:Meine Herren. Eines muss ich mir ausbitten . es muss Einer nach dem Andern reden, sonst verstehe ich gar Keinen." Kehren wir von den Mühlen zurück zur Bach­strasse und wir stehen auf derKegelbahn", wo seit undenklichen Zeiten von Alten und Jungen die Kegel geschoben und noch in den lHöOer Jahren mit einem Wurfe um 15 Thaler gespielt worden ist.

Ein Gang von hier aus die Burg hinauf lässt uns 6 Stationsbilder sehen, die anfangs an dem Fuss- pfad gestanden . der direkt vom alten Kloster aus den Berg hinaufführte, dann aber von einem gewissen Peter Joseph Brauer, der den grössten Teil des Schlossberges angegangen, auf ihre jetzige Stelle versetzt worden sind. Mit grosser Liebe und Ver­ehrung hängt das Volk hier an diesen leider hart mitgenommenen Stationen, die ihm viel Stoff zur Andacht bieten. Nach der letzten Station sind wir bei der Kapelle von den 3 Kreuzen angelangt, so­genannt von den Kreuzen, die dicht neben der Kapelle stehen , an deren Stelle einst 3 Kreuze mit lebens-