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burt mi Edelmauil, brauchte dies aber nicht zu feiu, wie wir denn in unseren Urknilden auf dm trierischen, eölnischen und pfälzischen Burgen auch bürgerlichen Burggrafen begegnen.
Dem Bilrggrafen lvareil liutergebeil die Bnrg mannen (ea8tr«n8o», on,8t«1' I:,ni), d. h. eine erbliche Besatzlliig von Edellmtm, aber auch von Arillbrnst- fchntzen, Büchfeilineistern, Handwerkern, namentlich Schmieden u.dgl., lvelche gegen mi ihnen vom Bnrgherril verliehenes Vnrglehen (ton^um- «a^troil»«, Bnrgfest, Burghaus), besteheild in mim: in oder vor der Burg gelegenen kleinen Haust- mit einige» (Grundstücken, oder auch gegen eine gelvisfe Naturalien oder Geldrente die dauernde oder zeitliche (ein halbes ^ahr, ."> Monate, <; Wochen iiu .vahre dauernde) Berpflichtnng übernahmen, die Bnrg zn bewohnen, jedenfalls aber in Seiten der Noch zu besetzen nnd zu vertheidigen.
Auster diesen, Bilrgmannen war unter den Befehl des Burggrafen gestellt das sogenannte Buriiilelinde d. h. einige besol dete reisige unechte, die Pfortner, Thurm Wächter, Eselstreiber, Köche und das sou^ stige Dienstpersonal. Hatte die Burg eine Eapelle, anch der Burgeaplau, der zugleich die Schreibeknnst übte.
Die der Burg zunächst liegenden, ihr untergebeneil Ortschaften waren zu soge^ iiaiinleilViirgwerleii, Di>nl,fnilindrn(«>>'»'ri< ! oa»tr<;n»iil), d. h. zur Handleistung beim Bau und der Nuterhaltung der (Gebäude, znm Hinausschaffen von Holz nnd Vebeus »littelu, endlich auch zum Wachdienste ans den Maliern nnd .^ingeln (Zwingern) verpflichtet.
Um die Wirksamkeit des bnrggräf- licheu Amts zn verstärken nnd angenblick^ liehen Gehorsanl z>l erzwingen, war iunm halb des laildesherrlicheu größeren Ge- richtsbailus, der iu der Regel vou dem Tchultheisteil oder Bogt gehaudhabt wilrde, ilill die Burg herum eiu kleinerer Gerichts-
bewirk abgegrenzt, der sogenannte Burg- frieden, in welchem der Burggraf eiue eigene fehr strenge eximirte Gerichtsbarkeit ausübte. Auf kleinen Körper- oder Eigeu- thnmsverletznngen stand der Tod, auf dem blossen Ziehen des Messers der Verlust der Haud, auf einer Berbaliujurie die fo fortige Exmissiou des Thäters.
Schon unter den Pfalzgrafen must eine Burgmauufchaft ailf Eocheiu bestan reu haben. Pfalzgraf Wilhelm nennt !>N<; I^»>»»> <Io Kix'Iioux) seiueu Ministerialen. König Eonrad III. erwähnt ll44 einen ^olmnn«» <io ^oclimlr, der den Ge richtsbann über den Berg Soch bei Seht besäst. Ein anderer Johannes kommt vor l!>^, und >'^'5> erscheinen die Johne von Selvard, Heinrich nnd Johann von Kncheme als Besitzer von Gütern zn Neil, ^o hann mit seiner Hansfrau Sophia nrlnn dete l^»4 und ^I>. cle liern« milc!» l2<»5>, fcheint der Nämliche zn fein mit dem Nitter Theoderich von Eochem genannt von Berne, dessen Sohn der Edelknecht Seward, im .'>. !^!»7 Weinrenten zu Brnt- tig mit dm Elausueriuilm zu Eochem gegen einen bei feinem Hanfe in der noch heute bestehende,» Berngasse gelegenen Gar^ ten eintauschte.
Als Kaiserliche i.n>rM.lfe!> erscheinen Volnmnl» milc« <lc (Fil»<i(i«wt, dm-F- ^riivin» <i»'. Kor!,!,cm todt >^."»4, dessen Wittwe Hedlvig und ihr Sohn Eourad dem Kloster Himmerode in diesem ,vahre einen .^ins von Gütern zu Mudach und Boppard schenkten. Er stammte von dem Städtchen Grüustadt in der Nheinpfalz'). b'r:l»<<», !»nr<'I>!':!,viu8 iil (!»<',l,»i<', .juciox (Schnltheist) in Ilnl, >»!>> äia >-'!? und sein Bruder El,,.ra, gleichfalls Burggraf zu Eochem li>5><», als einlvilligend in eiue Schenkung ihrer Schwester Eugiltrnd, Wittwe des Ritters Gottfried Stumpf vou Boppard, vou Hau
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