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18M -1877
Oochstn unter französischer und preußischer Ksrrschaft
1801 — 1877.
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^cr französischen Oeenpation des linken Rheinnfers febte der ^ihcin- iibergang des Feldmarfchalls Vliicher am 1. Iannar 1814 cm erfehntes Ziel, im Jahre 1815 kamen die Rhein- nnd Mosellande unter den segensreichen Seepter der Hohenzollern.
Nur allmählig hoben sich aber Bildung nnd Wohlstand in diesem halbver gcsfcnen Winkel Deutschlands. Die gewaltigen Verkehrsmittel der Gegenwart, Dampffchifffahrt nnd Eisenbahn, drangen nnr zögernd ein in diese abgeschiedenen Thäler, diese verfallenen nnd verarmten Städtchen, deren malerischen und roman tischen Reiz nur der Fußwanderer geniest» tonnte. Aber sie tarn anch, die neue Zeit, für die Mofel. Das Dampffchiff durch- fchnitt endlich anch die stillen dnnkeln Fluthen des alten Knlturstromes, der Schienenstrang legt sich felsendnrchbohrend längs die grünen N'einnmlanbten Ufer berge nnd ein kräftiger Strom fremder Ele mcnte verbreitet neu pulsircndcs Leben in die Jahrhunderte lang erstarrten Verhältnisse.
Cochem, in seiner Abgeschiedenheit dem lebensfrohen rheinifchen Nachbar der
Typus verkommensten Krähwintelthnms, ward wegen feiner wnnderfchöneu Lage
alter Geschichte uud Sage das Ziel der Touristen. Der Fremdenverkehr und die geistige Aufrüttelung der Einwohnerschaft durch denfelben wirkte günstig auf das materielle Emporkommen der Stadt nud «ne glückliche Verbindung feinen ilunst^ geschmackcs und historischeu Zinnes mit irdischen Mitteln ermöglichte es, das; auch die alte Feste, die Cochem einst Schutz uud Bedeutung gewährt hatte, eine glänzende Auferstehung feiern konnte.
Am '-><;. September l,^!8 erwarb dcr Geheime Eommcrzicnrath Vonis Raven« in Verlin die Ruine Cochem mit einem Terrain von 4 Morgen, I'.Rnthen nnd 20Fnß vom preußischen Domäneufiseus uud fast^leich ^itig mit dem glorreichen deutschen Sieges mge durch Frankreich, welcher das Iahr- hnnderte alte Unrecht Frankreichs am dent schen Vaterlande sühute uud las alte deutsche >taiferthnm iu dem ruhmvollen Ge schlechte der Hohenzollern erneute, erhoben sich anch die Ruinen der pfalzgräflichen, kaiferlichen und trierifchen Feste Cochem
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