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1697 1794

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in verrätherischem Bunde nlit Frankreich den Neichsfeiudeu eingeränmteu Festung Bonn unternahmen, nöthigte die Fran­zosen ihren bis an die niederrheinischen brandenbnrgischen Besitzungen ansgcdehu- ten Ätordbreuuerzug aufzugeben und sich iu ihre Festuugeu zuriickzuzieheu.

Bei ihren: Abzüge steckteu sie auch das Dorf Coud au, das halb niederbrauilte, uahmeu außer deu Gefaugeueu sämiutliche blocken uud Kircheugeräthe, das beste Mobiliar, alle Vorräthe au Weiu, Brod uud Mehl, elf der angesehenste»! Eiil- wohuer vou Cochem nud sogar ciuige Frauen uud Mädcheu mit, vou deueu einige bis tief nach Frankreich hineinge schleppt, erst nach dein Friedensschlnsse (1697) in ihre Heimath zurückkehrten.

Den trierischen Obersten uud Stadt- eoiuiuaudauteu (trafen K'r.itz von Scharfen- stein, welcher durch zwei Schüsse gefährlich verwundet war, behandelten sie auf Mont^ roval fehr übel, weil es den Franzosen bekannt geworden war, dasi er dem fran zösischcu Gesandten zil Mainz, Mousieur de Fllget >uit Pnigeln gedrohet uud König ^ndwig den XIV. eineil meiueidigcu Th- ranilen gescholteil hatte.')

Es ist merkwürdig, sagt Stramberg, mit welcher Gleichgültigkeit, um nicht zn sagen Wohlgefallen die geistreiche Frau vou Seviguo, dereu Enkel der zilnge Graf von Grignan bei dein Sturm auf Cochem mit eommandirte, vou deu damals in der

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unglücklichen Stadt verübten Greuel >l spricht in diesen Dingen bleiben sich die Franzosen zn alleil Zeiten gleich.

Jahre vergingen, ehe Cochem sich aus deu Braudruiucu uud Gräberu seiuer Angehörigen erholte.

Die Burg blieb in srinnmern liegen, die Amtsverwaltnng nnd Kellnerei wnrdc iu das Zollhaus, den früheren Monrcalcr Hof, verlegt uild der letzte Akt, der au die frühere landesherrliche Gewalt, welche vou der Bnrg geübt wurde, eriuuerte, war die Aerordnnng des Kurfürsten Johann Hngo von Trier vom ^'». März 1 <>'.»!», worin er die exi- mirte Gerichtsbarkeit fowie sämmt liche Rechte und Pflichten des so^ genannten Cochemer Burgfriedens anfhob uud die dazu gehörig ge wefeueu Häuser uud Eiuwohuer mit der Stadtgemeinde Cochem ver einigte.

Doch blieb der Burgberg mit der Ruine, welcher in knrfürstlichcn Zeiten meist all den herrschaftlichen Kellner verpachtet war, bis zum Untergänge des Knrfürstenthnnis Trier dnrch den Einmarsch der franzö­sischen Nepnblikancr 17l)4 und die Abtre tuilg des liuken ^lheinnfers au Fraukreich iu Folge des Friedens von Lüneville 1801, ebenso die ganze französische Perwaltnngs Periode hindnrch Domäne.

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