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Oochem nnter den Orzbischöfen nnd Anrfürsten von Hrier

1294 1794 resp. 1801.

las Erste, was die Erzbischöfe und Kurfürsten von Trier, meist kluge und trotz ihres geistlichen Berufes poli^ tische uud kriegerische Fürsten nach dem Erwerbe ciues (Gebietszuwachses thatcu uud Cochem wird von Alleu als eiucr der bestem bezeichuct ^ nmr dessen Verschmel­zung mit dem Besessenen durch Anlage oder Verstärkung der Burgen, Befestigung der offeueu Orte, Festhaltnng uud Nen^ werbuug vou Vasallen nnd Burgmanueu, Verleihung des Stadtrechts uud Marktpri- vilegieu au die größere» Gemeinde», endlich Befreiung der Bürger- nnd Landbewohner schaft von Frohnden und Hörigkeit.

Die weltliche Gewalt des Kurfürsten wurde erheblich gesteigert durch die viel ältere uud mächtigere geistliche oder Metra- pnlitanwürde, in Folge deren der Crzbischof der kirchliche Obere aller Stifte, Möster, Pfarreien, geistlichen Stiftnngcn mit auo gedehnten Strafrechten in der ganzen Trieri- fchen Kirchenprovinz war. Sie galt in Cochem bereits lange vor der Herrschaft der Pfalzgrafen, da der Ort feit nrältester Zeit dem Trierifchen Archiliakonat Car- dcn nnd dem ^andeapitel Zell unterworfen war.

Der zweite Nachfolger des Erwerbers von Cochem, ErMchof Oaldum, ein Owaf von ^nrembnrg uud Bruder Heinrich VII. des römischen Kaisers, hatte namentlich die größten Verdienste nm die ^ermeh rung der äußeren sowie die Hebung der inneren Kraft des Knrstaates. In feiner langen Negiernngszeit (1.W7 l'^4) er hielt das Crzstift im Wesentlichen die Ans< dehnnng nnd Organisation, welche es bis zu seinem Ende bewahrte.

Von Baldnin rührt auch der schön gemalte, seinen Namen tragende Coder das Balduincmn im Staatsarchive zu Cobleuz her, welcher außer einer bildlichen Darstellung des Nöinerzuges uud Todes Kaiser Heinrich VII. in Italien anch die äußerst eorreet gemalten Wappen der sänuntlichen Burgu.auueu der ^! Trieri schen ^anresfesten wiedergiebt.

Durch diesen mit über l,2»X1 Urkunden ans^statteten Codes, reu, sich die mehrere 60 Baude zählende Chartnlariensanunlnng säumitlicher Kurfürsten oon Trier bis I.^.i.' anschließt, endlich dnrch die Original vererse mW Alten der tierischen Burggra­fen, Amtleute uud Burgmauueu siud wir in den Stand gesetzt, die Schicksale der Ouri,

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