Wahrend nun von den Regenten der Graf­schaft Runkel hier gleichfalls die schon genannten Grafen Wilhelm lll., und Johann III., ferner Johann IV., uud dessen Söhne Hermann I. und Wilhelm der IV. zu nennen sind, auch auf die schon erwähnte, am 30. August 1595 abgeschlossene Erb- und Grundtheilung, so wie auf den Stammverein lle 1613 Bezug genommen, und der Regierung des Grafen Hermann II. von 1613 bis 163!; so wie des Grafen Friedrich von 1631 bis 1638 in der Grafschaft Runkel gedacht wird, sehen wir in derselben den Bruder des letztem, den Grafen Moritz Christian die Verwaltung übernehmen.

Sowohl die Herrschaft Runkel als auch die Herrschaft Dierdorf hatten uuter dem häufigen Wechsel ihrer Regenten und in dem dreißigjährigen Krieg sehr gelitten, uud null verkaufte 1649 der Graf Moritz eiuseitig das Dorf Oberdiefenbach an den Grafen Ludwig zu Nassau-Hadamar.

Dasselbe kam erst nach Beendigung eines Pro­zesses, der länger als 100 Jahre gedauert hat, in dem Jahre 1771 an das Haus Wied-Runkel wie­der zurück.

Nach dem 1653 erfolgten Tode des Grafen Moritz Christian gelangte dessen jüngerer Bruder Johann Ernst zur Succession, der die Regierung in dem höchst verschuldeten Lande einem Amtmanne überließ.

Graf Iohaun Ernst starb schon 1664, und sein einziger Sohn Graf Ludwig Friedrich stand