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in seinen IunftKreifen. Nach einer ganzen Anzahl ver- wegcner Pferdediebstähle gelang es dem Friedensrichter des Kanton Herstcin, ihn auf der Weidener Mühle festzu- nehmen. Man brachte ihn nach Oberstein, wo er, veranlaßt durch die Beschwörungen seiner Mutter, alles gestand, und dann nach Saarbrücken, um ihn von den Geschworenen at> urleilen zu lassen. Aber schon am Tage nach seiner Ankunft war er aus dem dortigen Arresthause ausgebrochen. Gera- deswegs eilte er wieder zu seinen Bekannten in die Wälder, welche sich unterdessen unter der Führung des sogenannten .schwarzen Peter" vereinigt hatten.

Ein wüstes und ungebundenes Wanderleben im größeren Stile begann jetzt. Der herrschende Krieg machte den Pfcr- dediebftahl zum Kinderleichten Handwerk, und Freund und Feind litten empfindlichen Schaden dura) die Bande. Vie Hunsrückcr Bauern verbargen und Kauften zu Spottpreisen die geraubten französischen Pferde und hatten sogar gegen die gelegentliche Anwefenheit der Müder bei ihren Kir- messen und Kindtaufen durchaus nichts einzuwenden.

Eifersucht, erregt dura) verschiedene Weiber, welche als gemeinschaftliches Eigentum der Bände folgten, trennte die Muber und wachte Schinderhannes zum erstenmal zum Mörder. Er erschlug den PlaKenKlos, der ihm die schöne Anna Schäfer abspenstig machen wollte. Kurz darauf und nach dem Wegzug des schwarzen Peters in die Gegend des Odenwaldes avancierte Hannes zum Hauvt der Bande, de- ren Ansehen und Kühnheit bei. fast völliger Untätigkeit der Behörde jetzt von Tag zu Tag wuchs. Nur wenige Frle- bensrichter machten schwache Versuche, wenigstens die eige-