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feiner Getreuen, Dorthin brachten ihm die Einwohner der Umgegend die nötige Kundschaft, von hier zog er zuweilen zu Tal, um der Gendarmerie-Brigade von Kirn ein früh- liches Gefecht zu liefern. In Griebelscheid veranstaltete er einst einen offenen Ball, auf dem die Mädchen des Ortes bis in die Nacht lmit den Räudern tanzten und zechten. Nicht mindere Dreistigkeit zeigte Schinderhannes während er auf dem Hofe Kallenfels Hausie. Der Hof lag auf einem steilen Felsen und beherrschte mit seiner Aussicht einen gro- ßen Teil der Kirner Umgegend. Hier sah die Bande längere Ieit und beschäftigte derweilen mehrere Schneider, von denen sie sich neu Kleiden lieh, die Weiber selbstredend in rauschende Seide. Die Burschen der Nachbarschaft er- schienen zu Gast, um mit den Räubern zu zechen und zu spielen. Andere Kauften der Bande Lebensmittel und Mu- nilion ein. Die Juden der Umgegend fandlen förmliche De- pntationen an den Hof von Kallenfels, um sich von Plün- derungen loszukaufen. Sie wurden von bewaffneten Echilo- wachen mit allen Förmlichkeiten in das Audienzzimmer geführt, wo der große Hannes die Zitternden empfing. Je nach Vermögen mußten sie hier ihre Kronentaler oder' Louisd'ors ablegen und erhielten dann die Verwarnung, sich nie mehr in Begleitung eines Gendarmen sehen zn lassen, mit auf dem Weg. .

Die französische Behörde mühte sich wohl, die Räuber- Herrschaft im Hunsrückgebiet zu brechen, erzielte aber vorerst nur geringe Erfolge. Einmal hatte sie die Bauern gegen sich, dann aber waren ihre Maßregeln vielfach auch grund- verkehrt. Erst im 3ahre 10 erschien ein Retter in der all-