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einem Kommando die Umgegend des bekannten Brunnen- ortes Niederselters. Er hielt einen anständig gekleideten Fremden an und verlangte dessen Paß zu sehen. Der Fremde besaß Keine Papiere und verwickelte sich auch bei den Erklärungen, die er über den Zweck seines Aufenthaltes in der Gegend gab, in Widersprüche. Es stellte sich schließ- tich heraus, daß er sich vor einigen Tagen unter de>m Na- men SchweiKard für die Kaiserliche Armee hatte anwerben lassen. Man führte ihn deshalb in das Limburger Werbe- Haus, wo man ihn wie jeden Rekruten behandelte. Ein anderer Rekrut «us Langenheck, wo Schinderhannes Ver- wandle hatte, erkannte in ihm den gefürchteten Räuber und machte dem Amlsverwalter entsprechende heimliche Mit- teilung. Ein Signalement des Räubers im Kölnischen Ve- obachler paßte auf SchweiKard, den man jetzt unter dem Vorwande, Man befürchte seine Desertion, in Kelten legte und mit anderen unsicheren Rekruten nach Wiesbaden führte. Unterwegs erst erfuhr der Räuber aus den Reden feiner Begleitmannschaften seine Entdeckung, und im Merbehaus zu Frankfurt a. M. bequemte er sich bereits zu eineni vollen Geständnis. Ver Frankfurter Magistrat ließ darauf Schinderhannes sofort nach Mainz und in die Hände der französischen Justiz abliefern. Ver berüchtigte Räuber Fetzer, von dem wir noch hören werden und den Keil per- sönlich in der Rachbarschaft aufgegabelt hatte, war sein unfreiwilliger Reisebegleiter, der ihn unterwegs mit Äuße- rungen eines unglaublichen Galgenhumors unterhielt.

In Mainz ließ sich der dummgläubige Hannes von dem Vorsitzenden des französischen' Spezialgerichtes leicht über-