der mit seinem Weibe, der schönen Sarah, als hausierender Juwelier reiche Häuser besuchte, hatte die Gelegenheit aus» baldowert. Auf dem Seilgraben in Aachen bei Dennis und im Hause der Meersener Geliebten Bosbecks wurde das lln- ternehmen unter Verteilung der einzelnen Aollen durchge» sprechen und vorbereitet. Am 18. April 1788 brach dann die Bande in zwei Abteilungen von Maastricht und Aachen und Zum Teil beritten nach Eupen auf, wo der Anschlag, nach bewährter Methode ausgeführt, einen ungewöhnlichen Erfolg brachte. Man erbeutete 10 Geldfäcke von solcher Schwere, daß sie von einem einzelnen nicht weggeschleppt werden Konnten. In einer Wiese bei Henri Chavelle wurde der Allub geteilt, indem der leitende Chef das Geld mit dem Hute jedem zumaß. Ein untergeordnetes Bandenmitglied erhielt mindestens 3000 Fr. Der..pflichttreue" Aachener Po- lizeibeamte wurde mit einem Honorar von 140 Louisd'or bedacht.

Der Raub erregte das größte Aufsehen. Daß eine be- waffnete Bande eine volkreiche Industriestadt in Schrecken versetzen und aus ihr ungehindert die Summe von 60 000 Fr. wegschleppen Konnte, war denn doch Zu unerhört. Die Gendarmerie des Departements llnler-Maas wurde ver- mehrt und entwickelte eine fieberhafte Tätigkeit, die, wenn sie auch nicht die'uberzenlrale Meersen auffinden ließ, noch einen einzigen der Galgenvögel in festen Gewahrsam brachte, doch den Wegzug des Gelichters bewirkte. Franz Bosbeck zog zu seinem Bruder und der holländischen Bande und fiel nach einigen Jahren durch Verrat seiner eifersüch- tlgen Gattin AebeKKa der Behörde in die Hände, die ihn im