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Haag aufknüpfte. Einige Meeisener vereinigten sich mit Mitgliedern der alten Krcfelder Bande und Heckmann und machten in Äeuß eine neue Filiale auf. Die Hauptmasse der alten Brabcmter oder Meeisener und mit ihnen der mehrerwähnte Fetzer beschloß, der übereifrig gewordenen französischen Polizei gänzlich aus dem Wege zu gehen und erkor Neuwied zu ihrem neuen Wohnsitz.

Ehe wir auf die Wirksamkeit dieser neuen Zentrale eingehen, dürften einige Worte über die Persönlichkeit Fetzeis angebracht sein. Der bürgerliche Name des jungen Menschen war Mathias Weber. Geboren 177U zu Gräfrath endete er, erst 25 Jahre alt, auf der Kölner Guillotine ein Leben, wie es toller und in seiner Art erfolgreicher Kauln gedacht werden Kann. Keil spricht in seinen Aufzeichnun- gen fast mit väterlicher Liebe von diesem Menschen. Be- gabt mit vorzüglichen Geistesanlagen, mit Festigkeit der Seele und einem mit höchster Energie gepaartem Mute, würde dieser junge Mann unter anderen Verhältnissen et- was Großes erreicht haben. Widrige Umstände, schlechte Er- Ziehung und ungezügelter Leichtsinn schufen aus ihm den Schrecken beider Nheinufer. Er war nichts weniger als eine durch Leibesstärke zum Räuberchef gefchaffene Persönlich. Keit. Klein, mager, mit vergnügt dreinschauenden Äuglein glich er viel mehr einem lustigen Springinsfeld als einem vor Keiner Gefahr zurückschreckenden Verbrecher. Das Stehlen erlernte er, wie so viele der damaligen Näuber, in der Armee, die das Plündern und Rauben in Feindesland ja für ein Privilegium des Soldaten hielt. Nach dem fchreck- lichen Winterfeldzug Pichegrus in Holland, den Fetzei un-