— 53 —
bestimmte Zeil güllig sein und eine bestimmte Reiseroute vor- schreiben müßten. Aber solange man französischerfeils sich nicht mit diesen Regierungen in's Einvernehmen setzte, war weder an ein sicheres Erkennen der Hauvtmatadore noch an ein Ausräumen der vielen Schlupfwinkel auf der rechten Rheinseite Zu denken. Ieanbon St. Andree, der General- Kommissar des Rheindevardements, der durch Herrn Keil hinlänglich über die Taktik und den Zusammenhang der un- zähligen Räubereien unterrichtet war und die Schlauheit dieser gefährlichen Burschen Kannte, sah ein, daß man gegen diese vom Geheimnis umwobenen Banden auch nur durch wenig auffällige Maßregeln etwas ausrichten Könne und überwies die ganze Agitation gegen das Unwesen einer eigens gebildeten Geheim-Kommission. Meiter beauf- tragte er das Hauplmitglicd dieser Kommission, Herrn Keil, sich in aller Stille mündlich mit den Polizeibehörden benach- harter Staaten ins Einvernehmen zu setzen, mit deren Er- laubnis rechtsrheinische Gefängnisse nach Personen zu durch, suchen, die in Frankreich bereits als Verbrecher signalisiert und erkannt waren. Auf einer solchen Reise entdeckte Keil im Gefängnis zu Bergen bei Frankfurt den gefangenen Fetzer und lieh ihn, wie vorher erwähnt, mit dem gleichzeitig eingebrachten Schinderhannes nach Mainz bringen. Fetzer hülle längst gleich feinen mit ihm gefaßten Kameraden aus dem Gefängnis ausbrechen Können, hatte er doch in seinem Leben über WN Türschlösser mit den einfachsten Mitteln geöffnet. Aber er fühlte sich damals ruhebedürftig und wollte einige Zeit in Iurückgezogenheit leben. Seine Zu- verficht brachte ihn cm's Messer, vor dem er sich aber durch-
